Eine Predigt aus aktuellem Anlass

„Man muss in einer Predigt nicht zu allem was sagen“, so hat mir eine Dame in der letzten Woche in der Mail geschrieben.
Und ich finde, sie hat recht:
Man muss nicht immer alles kommentieren, was in der Welt los ist.
Es gibt aber Themen, zu denen kann und darf ich als Priester nicht schweigen.
Ich meine da zwei Themen, die in den vergangenen Wochen intensiv durch die Medien gingen:
Das Eine ist der Bericht von unabhängigen Gutachtern zum Umgang des Bistums München mit Missbrauchsfällen an Schutzbefohlenen durch kirchliche Behörden von 1945 bis in die Gegenwart.
Dabei sind gravierende Mängel im Umgang mit straffällig gewordenen Geistlichen festgestellt worden.
Es sind Fehler von Verantwortlichen gemacht worden, die bis hin in die höchste Hierarchie unserer Kirche reichen.
Ehemaligen Erzbischöfen wird vielfaches Fehlverhalten, ja sogar Lüge vorgeworfen und in den meisten Fällen Wegsehen und Ignorieren.

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Sonntagspredigt und Ermutigung zum pastoralen Weg

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu Jesus und sagten:
"Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst."
Er antwortete: "Was soll ich für euch tun?"
Sie sagten zu ihm:
"Lass in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen!"
Jesus erwiderte:
"Ihr wisst nicht, um was ihr bittet.
Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke,
oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?"
Sie antworteten:" Wir können es."
Da sagte Jesus zu ihnen:
"Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke,
und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde.
Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben;
dort werden die sitzen, für die es bestimmt ist."
Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes.
Da rief Jesus sie zu sich und sagte:
"Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten,
ihre Völker unterdrücken
und ihre Großen ihre Macht gegen sie gebrauchen.
Bei euch aber soll es nicht so sein,
sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein,
und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein.
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen,
um sich dienen zu lassen,
sondern um zu dienen
und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

Mk 10, 35–45

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