Pfarrbrief zu Erntedank 2021

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Pfarrbrief zu Erntedank 2021 als PDF

Die Texte einiger Artikel und Informationen aus dem aktuellen Pfarrbrief finden Sie im Folgenden. Alle Artikel mit ansprechenden Illustrationen finden Sie in der PDF-Version. Klicken Sie zum Öffnen oder Herunterladen auf den oben stehenden Link.


Liebe Leserinnen und Leser, Schwestern und Brüder

Sie halten den neuen Pfarrbrief in ihren Händen, der jährlich auch zum Erntedankfest erscheint. Bei der Ernte schauen wir zurück auf das, was im Frühjahr ausgesät wurde und im Laufe der Zeit gereift ist. Wir sammeln die Früchte der Natur und der menschlichen Arbeit ein und danken Gott für all seine großzügigen Gaben. In diesem Jahr hatte unsere Gemeinde viel Anlass zum Danken. Im April haben Sie Pfarrer Kleespies und Frau Franz nach Herbstein verabschiedet. Im Juli haben wir dann auch Frau Gemeindereferentin Haas nach 19 Jahren seelsorglicher Tätigkeit in St. Bonifatius in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet. Auch Frau Eitel haben wir nach über 30-jähriger Tätigkeit als Küsterin verabschiedet. All diese Abschiede waren Momente des Innehaltens und Zurückblickens auf all das, was diese Menschen an Gutem in Seeheim-Jugenheim und Bickenbach gewirkt haben, wie sie in ihrer Wirkungszeit den Glauben verkündet und damit ausgesät haben. Dafür möchte ich allen vieren im Namen der Pfarrei nochmals herzlich danken.

Leider ist es bei der seelsorglichen Arbeit nicht so wie bei der Jahresernte. Man sieht den Ertrag seiner Arbeit nicht unmittelbar. Diese Erfahrung hat auch Paulus gemacht und beschreibt sie im Brief an die Korinther: „Nun, was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Gottes Helfer sind sie, durch die ihr zum Glauben gekommen seid. Jeder von uns beiden hat von Gott seine besondere Aufgabe bekommen. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat es wachsen lassen. Es zählt also nicht, wer pflanzt oder wer begießt; es kommt alles auf Gott an, der es wachsen lässt. Wir beide arbeiten an demselben Werk: der, der pflanzt, und der, der begießt; doch wird Gott jeden nach seinem persönlichen Einsatz belohnen.“ (1 Kor, 3,5-8) In diesem Sinne gilt es, bei dem anzuknüpfen, was unsere Vorgänger*innen ausgesät und gewirkt haben. Zu begießen, zu hegen und zu pflegen, was sie an Glauben, Hoffnung und Liebe gewirkt haben. Dazu sind wir, Pastoralreferent Peter Schoeneck, Kaplan Adam Songa und ich, als neues Seelsorgeteam in die Gemeinde entsendet und freuen uns, für Sie da zu sein. Immer im Bewusstsein, dass nicht wir die Herren der Ernte sind, sondern Gott. Er allein entscheidet, was in die Scheunen eingefahren wird, was Unkraut ist und was nicht (vgl. Mt. 13, 24–30). Ihm gilt es zu danken, für die Ernte dieses Jahres, für alles seelsorgliche und ehrenamtliche Wirken und für unsere Gemeinschaft, in der er selbst erfahrbar wird, meint ihr Pfarrverwalter und Pfarrer

christoph Nowak

 

Liebe Schwestern und Brüder,

 


zum 1. Mai 2021 hat mich unser Bischof zum Pfarrverwalter der Kirchengemeinde St. Bonifatius ernannt. In Gottesdiensten und bei anderen Gelegenheiten konnten viele Gemeindemitglieder mich bereits kennenlernen. Auf diesem Wege möchte ich mich Ihnen etwas ausführlicher vorstellen.
Geboren wurde ich am 25. Juli 1981 in Nysa (Neisse), unweit der Stadt Opeln in Polen. Als ich sieben Jahre alt war, siedelten meine Eltern mit uns drei Brüdern nach Deutschland aus. Meine Jugend und Schulzeit habe ich überwiegend in Laubach verbracht und habe mich in der dortigen Pfarrgemeinde St. Elisabeth eingebracht. Nach dem Abitur (2001) bin ich dann in Mainz in das Priesterseminar eingetreten und habe Philosophie und Theologie in Mainz und Rom studiert. Zwischenzeitlich habe ich unterschiedliche Praktika in Freiburg, Mainz-Kastel und Mainz absolviert. Nach der Diakonenweihe 2008 habe ich meine ersten seelsorglichen Erfahrungen in Mainz-Bretzenheim gesammelt. Am 27. Juni 2009 weihte mich Karl Kardinal Lehmann zum Priester. Meine erste und einzige Kaplanstelle verbrachte ich von 2009–2012 in der Pfarrgruppe Alsfeld-Homberg. In der oberhessischen Diaspora waren wir als Seelsorgeteam für ehemals acht eigenständige Pfarreien zuständig, die in einer Entfernung von bis zu 50 km lagen. Dort habe ich viel Flexibilität und Mobilität gelernt. Der damalige Generalvikar Giebelmann bat mich, zum 01. September 2012 die Pfarrstelle in Pfungstadt zu übernehmen, was ich bereitwillig tat. Neben meiner seelsorglichen Tätigkeit habe ich mich seitdem weitergebildet und Abschlüsse als systemischer Berater (DGSF), systemischer Supervisor, Coach und Organisationsberater (DGSF) erlangt. Diese Zusatzqualifikationen bringe ich in meine tägliche Arbeit als Pfarrer ein und versuche damit noch hilfreicher für die Menschen da zu sein. In meiner Freizeit versuche ich regelmäßig Sport zu treiben, verbringe gerne viel Zeit mit Freunden, kümmere mich um meine Bienenstöcke im Garten und um meinen tierischen Mitbewohner, den Kater Phönix.

Christoph Nowak, Pfr.

 

 

Vorstellung von Pfarrvikar Adam Songa


Mein Name ist Adam Songa.
Ich bin 40 Jahre alt und in Indien geboren. Ich habe vier Geschwister und bin der Jüngste in der Familie.
Das Theologiestudium habe ich in Indien abgeschlossen. Am 21. April 2009 wurde ich von Bischof John Mulagada, dem ersten Bischof des Bistums Eluru, zum Priester geweiht. Das Bistum Eluru liegt in Südindien und gehört zum Bundesland Andhra Pradesh. Nach meiner Priesterweihe arbeitete ich für fünf Jahre als Kaplan in meinem Heimatbistum.

Meinem Wunsch, ins Ausland zu gehen, hat der jetzige Bischof Jayarao Polimera zugestimmt. Ich habe mit Begeisterung am Goethe- Institut in Indien Deutsch gelernt und am 3. September 2015 bin ich dann nach Deutschland gekommen – nach Mainz-Gonsenheim, St. Petrus Canisius.
Trotz meiner anfänglichen Sprachschwierigkeiten habe ich mich dort in den fast zweieinhalb Jahren sehr gut eingelebt.

Nach anschließender dreijähriger Tätigkeit als Kaplan in der Pfarrgruppe Langen/Egelsbach/ Erzhausen bin ich nun in St. Antonius, Pfungstadt und hier in St. Bonifatius Seeheim- Jugenheim/Bickenbach als Kaplan tätig. Ich bin sehr zuversichtlich, dass mir meine zukünftige Arbeit hier ganz viel Freude bringt.

Ich freue mich über jede Begegnung mit Ihnen.

Pfarrvikar Adam Songa

 

 

Mit Ihnen zusammen darf ich im nächsten Jahr die Kirchengemeinde St. Bonifatius gestalten


Ich bin Pastoralreferent Peter Schoeneck, verheiratet und 57 Jahre alt. Wir haben zwei Kinder im Alter von 17 und 15 und wohnen in Viernheim. Ich habe noch drei Brüder und in Mainz und Würzburg Theologie und Pädagogik studiert.
Meine Ausbildung habe ich in Mainz gemacht, war danach in den Gemeinden Mörlenbach und Weiher tätig. Dann war ich etliche Jahre in unterschiedlichen beruflichen Schulen tätig und in den letzten drei Jahren in Lorsch St. Nazarius.
Ich lese gerne und habe einige Jahre die Handballmannschaft meines Sohnes trainiert, nachdem ich selber lange Jahre gespielt habe. In einer anderen Sportart war ich schon auf einer deutschen Meisterschaft. Sie dürfen mich gerne danach fragen.
Von meiner bisherigen Stelle bringe ich u.A. die Erfahrungen der Leitung des Erstkommunionkurses, der Ökumene und der Gottesdienste in den Senior*innenheimen mit. Gespannt bin ich auf die seelsorgliche Arbeit beim Beerdigungsdienst. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Pfr. Nowak und Kaplan Adam Songa.

Super neugierig bin ich auf Sie, die Mtglieder der Pfarrgemeinde St. Bonifatius. Ich freue mich darauf, dass wir gemeinsam Gemeinde gestalten und das Evangelium lebendig werden lassen. Es wäre toll, wenn wir uns begegnen oder Sie mich einladen. Dann lernen wir uns am schnellsten kennen.

Herzliche Grüße

Peter Schoeneck

 

Aufgabenverteilung im neuen Seelsorgeteam

Pfarrer Christoph Nowak ist mit der Leitung der Pfarrei St. Bonifatius Seeheim- Jugenheim betraut. Darunter fallen alle administrativen und seelsorglichen Fragen der Pfarreiorganisation. Er ist Vorsitzender des Kirchenvermögensfinanzrates und Mitglied im Pfarrgemeinderat. Darüber hinaus ist er für die Feier von Gottesdiensten und Sakramenten, Beerdigungen und Sakramentalien verantwortlich. Auch in allen seelsorglichen Belangen und Anliegen ist er Ansprechpartner. Gleichzeitig ist er vollumfänglich Pfarrer von Pfungstadt.

Kaplan Adam Songa ist mit der Feier von Gottesdiensten und Sakramenten, Beerdigungen und Sakramentalien in Seeheim- Jugenheim und Pfungstadt betraut. Auch in allen seelsorglichen Belangen und Anliegen ist er Ansprechpartner. Er leitet die Firmvorbereitung in beiden Pfarreien und bringt sich in der Jugendarbeit ein. Zusammen mit Pfarrer Nowak sorgt er für die Messdiener*innen. Er ist Mitglied des PGR und hospitierend im Verwaltungsrat. Gleichzeitig besucht er Ausbildungsveranstaltungen im Rahmen des Pastoralkurses und soll bis zu seinem Pfarrexamen Erfahrungen und Eindrücke sammeln.

Pastoralreferent Peter Schoeneck ist betraut mit der Leitung der Erstkommunionvorbereitung und der Seelsorge in den Seniorenheimen in unserer Pfarrei. Er wird in der kommenden Zeit auch die Beauftragung zum Beerdigungsdienst erhalten und somit auch beerdigen. Er hält den Kontakt zur Ökumene und wird sich um Kindergottesdienste bemühen. Er ist die Fachkraft für Prävention unserer Pfarrgemeinde und kann als solche in entsprechenden Verdachtsfällen angesprochen werden. Er ist Mitglied des PGR und auch in allen weiteren seelsorglichen Belangen und Anliegen Ansprechpartner.

Diakon Siegfried Krick ist beauftragt für die Seelsorge und die Gottesdienste im Altenzentrum. Darüber hinaus spendet er Sakramente und assistiert in den sonntäglichen Messfeiern. Er ist Mitglied des PGR und auch in allen weiteren seelsorglichen Belangen und Anliegen Ansprechpartner. Im Dezember wird Diakon Krick in den Ruhestand gehen.

Diakon Bruder Wolfgang Novak entlastet das neue Team, indem er weiterhin die Seelsorge am Krankenhaus Jugenheim übernimmt und für die Patient*innen und das Klinikpersonal Ansprechpartner bleibt. Dazu wurde er vom PGR beauftragt.
Da im Frühjahr 2022 die neuen Strukturen der Pfarreien im Bistum Mainz bekanntgegeben werden, sind alle drei neuen Seelsorger vom Bischof bis Ende Juli 2022 beauftragt.

Kaplan Adam Songa ist mit der Feier von Gottesdiensten und Sakramenten, Beerdigungen und Sakramentalien in Seeheim- Jugenheim und Pfungstadt betraut. Auch in allen seelsorglichen Belangen und Anliegen ist er Ansprechpartner. Er leitet die Firmvorbereitung in beiden Pfarreien und bringt sich in der Jugendarbeit ein. Zusammen mit Pfarrer Nowak sorgt er für die Messdiener*innen. Er ist Mitglied des PGR und hospitierend im Verwaltungsrat. Gleichzeitig besucht er Ausbildungsveranstaltungen im Rahmen des Pastoralkurses und soll bis zu seinem Pfarrexamen Erfahrungen und Eindrücke sammeln.

Christoph Nowak, Pfr.

 

Die Strukturfrage ist entschieden!

Dekanatsversammlung im Juni

Das einzige und entscheidende Thema der Dekanatsversammlung war die Wahl des Strukturmodells unseres Dekanats. Also die Frage, wie teilen wir uns auf. Es standen noch sieben Modelle zur Auswahl, ein 2-Pfarreienmodell und sechs 3-Pfarreienmodelle.
Die Modelle sind in einem halbjährigen Prozess in den Gremien des Pastoralen Weges entwickelt worden. Zunächst wurde in einer kreativen Phase der Phantasie freien Lauf gelassen, alle denkbaren Strukturen wurden aufgenommen. Diese Strukturmodelle wurden in die Einrichtungen und über die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden in die Gemeinden zur Diskussion gegeben und ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden in der Dekanatsversammlung im März vorgestellt. Die Umfrage ergab, dass eine Reduktion auf sieben Modelle erfolgen konnte. Die übrigen Modelle wurden selten und gleichzeitig in niedriger Priorität gewählt. Die Reduktion wurde schließlich auch in der Dekanatsversammlung beschlossen.
Nach Sichtung der weiter in der Diskussion befindlichen Modelle gab uns das Bistum eine Rückmeldung. Das 1-er Modell und die Aufteilung der Innenstadtgemeinden hielten sie nicht für praktikabel. Damit reduzierten sich die Modelle, da aber auch noch weitere entwickelt wurden, blieben weiterhin sieben Modelle im Rennen.
Anschließend wurden die in den Themengruppen erarbeiteten Kriterien zur Bewertung der Strukturmodelle in einer Matrix zusammengefasst und die verbleibenden Strukturmodelle an die Gemeinden und Einrichtungen gegeben, um sie mit Hilfe der Matrix zu überprüfen.
Dabei hat sich sehr schnell gezeigt, dass die kategorialen Mitarbeiter, also die Referenten für Frauen, 60+, Jugend, Krankenhausseelsorger etc. möglichst große Pfarreien bevorzugen, die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden möglichst kleine Pfarreien. Die Kategorien haben sich im Verlauf des Prozesses unverstanden und nicht ausreichend gehört gefühlt.
In der Dekanatsversammlung konnte dafür keine Lösung gefunden werden. In einem dreistufigen Abstimmungsverfahren wurden die Modelle zunächst auf drei reduziert, anschließend auf zwei und schließlich auf eins. Vor jeder Abstimmungsrunde wurde darüber abgestimmt, ob weiter reduziert werden sollte. Der Antrag aus der Kategorie, die letzten zwei Modelle nochmal zu diskutieren, um alle Argumente auszutauschen, zumal das Modell 3/11 A erst kurz vor der Dekanatsversammlung eingebracht wurde, wurde abgelehnt. Das Modell 3/11 A ist mit knapp zwei Drittel Mehrheit gewählt worden.

Patricia Buschbeck
Dekanatsratsvorsitzende

 

Der Pastorale Weg –
Drei-Pfarreien-Modell für das Dekanat Darmstadt

Zweidrittel-Mehrheit in der Dekanatsversammlung am 22. Juni 2021

In der Dekanatsversammlung am 22. Juni 2021 wurde mit einer Zweidrittelmehrheit entschieden, dem Bischof für das Dekanat Darmstadt das Drei-Pfarreien-Modell (siehe Titelbild) vorzuschlagen. Der Vorschlag für dieses Modell wurde in der Gruppe der PGR-Vorsitzenden des Dekanats erarbeitet.
Dies erfolgte entsprechend einem Beschluss der Dekanatsversammlung vom 9. März 2021, wonach die PGR-Vorsitzenden des Dekanats Darmstadt aufgefordert wurden, über die Bildung der Großpfarreien zu beraten.
In den Beratungen mussten einerseits die Vorgaben seitens des Bistums als Randbedingungen berücksichtigt werden. Andererseits brachten alle PGR-Vorsitzenden Beratungsergebnisse und Bedürfnisse aus den eigenen Pfarreien mit, die mit den Bedürfnissen der anderen Gemeinden in Übereinstimmung zu bringen waren.
Seitens des Bistums waren die Vorgaben (Domkapitular Eberhard, Dekanatsrat am 04.05.21) wie folgt:

  • Aus den 18 Pfarreien des Dekanats Darmstadt sollen zwei oder drei Großpfarreien gebildet werden.
  • Die Zusammenführung aller Pfarreien zu einer Großpfarrei ist keine Option.
  • Eine Großpfarrei sollte nicht weniger als 10 000 Mitglieder zählen.
  • Die Innenstadtpfarreien sollen in einer Großpfarrei zusammenbleiben.
  • Die kommunalen Grenzen sollen Berücksichtigung finden.

Unter den PGR-Vorsitzenden bestand indes der Konsens: Keine der Pfarreien sollte per Wahl und gegen den Willen der Pfarrei in eine Struktur hineingewählt werden.
In den einzelnen Pfarreien wurde sehr viel Energie darauf verwendet, welches Strukturmodell für die jeweilige Pfarrei am besten wäre. Vor diesem Hintergrund war es wichtig, dass die von den Pfarreien als höchste Priorität definierten Wünsche in dem Strukturvorschlag Berücksichtigung finden.


Priorisierte Wünsche aus den Pfarreien:

  • Die Innenstadtgemeinden von Darmstadt (Heilig Kreuz, Liebfrauen, St. Elisabeth, St. Fidelis, St. Ludwig) haben unabhängig voneinander entschieden, zukünftig zu einer Pfarrei gehören zu wollen.
  • Die Pfarrgruppe Ost (Modau, Nieder-Ramstadt, Ober-Ramstadt, Roßdorf) möchte auch zukünftig zu einer Pfarrei gehören und kann sich gut vorstellen Teil einer Südpfarrei zu sein.
  • Die Pfarrgemeinden Eberstadt, Pfungstadt und Seeheim-Jugenheim haben sich jeweils unabhängig voneinander für die Zugehörigkeit zu einer Süd-Pfarrei entschieden.
  • Der Pfarrverbund Darmstadt Nord (Arheilgen, Kranichstein, Messel), hat das Votum abgegeben, im neuen Strukturmodell in einer Pfarrei mit den Innenstadtgemeinden von Darmstadt sein zu wollen.
  • In den Pfarrgemeinden Weiterstadt und Griesheim haben sich die Gremien dafür entschieden, zusammen eine Pfarrei zu bilden.

Vor dem Hintergrund der dargelegten Ausführungen ergab sich für die PGR-Vorsitzenden, dass im Strukturvorschlag (Abb. siehe Titelbild) alle Bedürfnisse der Gemeinden und Vorgaben des Bistums am besten in Konsens gebracht werden können.
Dementsprechend wurde die Dekanatsversammlung von den PGR-Vorsitzenden gebeten, den Strukturvorschlag in Ergänzung zu den sechs bereits vorliegenden Strukturvorschlägen aufzunehmen und in der Abstimmung zu berücksichtigen.
Im dritten Wahlgang der Dekanatsversammlung wurde die erforderliche Zweitdrittelmehrheit erzielt, so dass dieses Strukturmodell nun als Vorschlag ans Bistum gegeben werden kann. Die finale Entscheidung liegt bei der Bistumsleitung und wird Ostern 2022 erwartet.

Wolfgang Diedrich, Luise Spiske
PGR Vorsitzende

 

Das letzte Mal…
Dekanatsklausurtage

Die diesjährigen Dekanatsklausurtage vom 8. bis 10. Juli waren die letzten, die wir als Dekanat Darmstadt gemeinsam begangen haben.

Die zweite Besonderheit war die Corona- Situation. Angesichts der aktuellen Lage haben wir in der Dekanatsleitung beschlossen, die Veranstaltung digital durchzuführen. Eine Abwechslung in Präsenz gönnten wir uns am Freitagabend mit einem schönen Gottesdienst im Freien und anschließendem Beisammensein bei Wein, Wasser und Laugengebäck.

Durch die Tage geleitet haben uns unser Dekanatsreferent Bernd Lülsdorf und unsere beiden Prozessberater auf dem Pastoralen Weg Ute Friedrich und Andreas Boller. Technische Unterstützung bekamen sie von Judith Weiler, Gemeindereferentin im Dekanat.

Der Prozess zur Strukturfindung hat Schäden an vielen Seelen hinterlassen. Daher hat die Sitzungsleitung den ersten Vormittag dafür vorgesehen, der Aufarbeitung Raum zu geben und zu reflektieren, was helfen könnte. Das wurde dankbar angenommen und hat die Stimmungslage verbessert. Im Verlauf der Klausurtage zeigte sich aber, dass die entstandenen Fronten sich nicht aufgelöst hatten.

Inhaltlich ging es um die Erstellung des pastoralen Konzeptes des Dekanats Darmstadt anhand des Fragenkatalogs des Bistums. Im Vorfeld der Klausurtage hat eine Redaktionsgruppe sämtliches erarbeitete Material aus den Themengruppen und den Lebenswelterkundungen gesichtet und zusammengefasst, ganz bewusst ohne zu kürzen oder zu verändern. Die entscheidenden Kapitel sind dann in Kleingruppen diskutiert und ergänzt worden. Anschließend wurden die Ergebnisse dem Plenum vorgestellt.

In einem nächsten Schritt wird die Redaktionsgruppe die Ergebnisse der Klausurtage in das Konzept einarbeiten. Anschließend geht das Konzept zur Überprüfung an die Themengruppen, das Dekanatsprojektteam, die Einrichtungen und über die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden an die Gemeinden. Die daraus entstandene Vorlage wird der Dekanatsversammlung Ende September zur 1. Lesung übergeben.

Die endgültige Verabschiedung des Konzeptes soll in der Dekanatsversammlung Mitte November stattfinden.

Patricia Buschbeck
Dekanatsratsvorsitzende