Pfarrbrief zu Ostern 2020

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Pfarrbrief zu Ostern 2020 als PDF

Die Texte einiger Artikel und Informationen aus dem aktuellen Pfarrbrief finden Sie im Folgenden. Alle Artikel mit ansprechenden Illustrationen finden Sie in der PDF-Version. Klicken Sie zum Öffnen oder Herunterladen auf den oben stehenden Link.

Wichtig:

Als dieser Gemeindebrief erstellt wurde, war noch nicht abzusehen, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auch bei uns haben würde.
Wir sind jetzt als Christinnen und Christen gefragt, hilfsbereit und verantwortlich zu handeln und die vor uns liegende Zeit mit Gottvertrauen anzugehen.

Bitte beachten Sie folgendes:

Das Pfarrbüro ist zu den Öffnungszeiten normal besetzt. Bitte kontaktieren Sie uns ausschließlich telefonisch oder per Email und sehen Sie von persönlichen Besuchen ab, es ist uns nicht gestattet Sie zu empfangen.

Für alle, die von Quarantäne oder Kranheit betroffen sind und aus ihrem privaten Umfeld keine Hilfe organisieren können, möchten wir eine Hotline anbieten: melden Sie sich unter 06257-3461 zu den Bürozeiten. Ebenso laden wir alle ein, die Hilfe für Einkäufe und Besorgungen anbieten können, weil sie jetzt mehr Zeit haben: melden Sie sich bei uns. Wir werden dann hoffentlich bald den Bedürftigen helfen können.

Alle Termine und Gottesdienste in diesem Heft werden möglicherweise nicht stattfinden können. Bitte informieren Sie sich aktuell über unsere Homepage, unsere Aushänge und die in den Kirchen ausgelegten Informationszettel.

Wir laden Sie ein, die Sonntage, Karwoche und Ostern im Kreis der Familie zu Hause zu feiern. Sehr gute Texte finden Sie tagesaktuell und kostenlos unter https://www.maria-laach.de/te-deum-heute/ .Auch die Fernsehgottesdienste sind eine gute Alternative. Unter www.bistummainz.de/Gottesdienste finden Sie eine gute Zusammenstellung weiterer Angebote.
Meine Predigtgedanken zu Texten der Sonntage und in der Kar- und Osterzeit werde ich zu jedem Wochenende für Sie auf unserer Homepage enstellen.

Die gewohnte Sprechstunde des Pfarrers Dienstags zwischen 17 und 18 Uhr findet nach wie vor statt, jedoch ausschließlich telefonisch.

Die Kirche in Jugenheim wird täglich zwischen 9 und 18 Uhr für das persönliche Gebet offen stehen.

Tauffeiern sind bis mindestens Ostern nicht gestattet, für Trauungen gilt das gleiche.

Trauerfeiern dürfen nach den kommunalen Richtlinien nur noch im Freien stattfinden, mit maxomal 30 Personen.

Wie lange diese Maßnahmen gelten und wann unser gewohntes Gemeindeleben wieder beginnen kann, lässt sich jetzt noch nicht sagen.

Im Namen das Seelsorgeteams und des Pfarrgemeinderates wünsche ich Ihnen Gesundheit, kommen Sie gut durch diese schwierige Zeit.

Ihr

Martin Kleespies
Br. Martin Kleespies, Pfr.

 

Liebe Leserin, lieber Leser unseres Gemeindebriefs

Es ist Frühling. Die Zeit des Aufbruchs.
Die Zeit des Erwachens.
Es tut so gut, wenn uns die Sonne nach einem (mehr oder weniger) kalten Winter wärmt. Es tut gut, in die Natur zu gehen und den Aufbruch und das Erwachen hautnah mitzuerleben: die Bäume entfalten ihre Knospen, die Blumen fangen an zu blühen.
Nicht nur in der Natur erleben wir im Frühling einen Aufbruch oder einen Neuanfang - oft auch in unserem Leben. Nicht von ungefähr sprechen wir in dieser Zeit von Frühlingsgefühlen, die so manchen in dieser Zeit beflügeln. Die erwachende Natur weckt eben auch unsere Lebenskräfte. Altes fällt dem Frühjahrsputz zum Opfer, die notwendige Energie für Neuanfänge ist da.
In diese Zeit fällt auch - nicht zufällig-das Osterfest. Auch Ostern ist die Zeit des Aufbruchs und des Neuanfangs. An Ostern wurde deutlich, dass Gott uns Menschen so sehr liebt, dass er für uns in Jesus Christus in einen menschlichen Tod ging. Dass er in Jesu Auferstehung zeigt: der Tod hat letztlich keine Macht über das Leben, das Gott schenkt. Daran erinnern uns auch die neuen Osterkerzen im Altarraum unserer Kirchen. Mit der Auferstehung Jesu wird alles anders. Seit Ostern dürfen wir hoffen, dass der Tod ein für alle mal besiegt ist. Auch die beiden Frauen erleben das, als sie gerade auf dem Weg waren, den Leichnam Jesu drei Tage später einzusalben. Plötzlich begegnete ihnen der Engel Gottes: Ihr sucht den Lebenden bei den Toten. Jesus ist nicht hier. Er ist auferstanden.
Diese Osterbotschaft ist eine Botschaft des Aufbruchs und der Freude. Im Namen unseres Seelsorgeteams Frau Haas, Frau Franz und Frau Hofmann vom Pfarrbüro wünsche ich Ihnen die Erfahrung, dass auch vor dem Hintergrund des Todes und des Leides uns diese Osterbotschaft tröstet: Gott ist stärker als der Tod.

Ein frohes und gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen

Ihr

Martin Kleespies
Br. Martin Kleespies, Pfr.

 

 

Frisch renoviert ...

...erstrahlt auf der Titelseite die Marienstatue der Hl. Geist-Kirche - herausgeputzt für den Marienmonat Mai! Pfarrer Dr. Pelz, der 22 Jahre Pfarrer unserer Gemeinde war, stellt sie uns zur Verfügung, wofür wir ihm sehr danken. Er erhielt sie einst von Pfarrer Dr. Geis als Geschenk, der in unserer Pfarrei seinen Lebensabend verbrachte und oft bei Gottesdiensten aushalf. Die Statue ist eine Kopie der Schutzmantelmadonna aus Ravensburg, geschaffen um 1480 von Michel Erhart oder Friedrich Schramm und heute im Bode-Museum in Berlin zu sehen. Ihr wird nachgesagt, Ravensburg von einer Pestepidemie befreit zu haben und die Stadt vor einer Bombardierung im zweiten Weltkrieg bewahrt zu haben.
Nehmen Sie sich einmal Zeit, die Statue zu bewundern, und lassen Sie sich darauf ein, bei Maria Schutz zu suchen.

Nicole Averbeck

 

Der Pastorale Weg in St. Bonifatius

Was ist jetzt und in Zukunft wichtig für St. Bonifatius?

Auf dem pastoralen Weg sollen in un¬serem Dekanat 3 Pfarreien entstehen. Die neuen Pfarreien sind nicht mehr als geschlossene einheitliche Pfarreien zu sehen. Eine Pfarrei soll als Netzwerk von Gemeinden und Kirchorten, Gemeinschaft und Gruppen verstanden werden. Dabei ist es grundlegen¬des Ziel, die Kultur der jeweiligen Orte zu achten und die Präsenz und Nähe der Kirche vor Ort zu erhalten bzw. zu ermöglichen. (Handreichung für die erste Phase des Pastoralen Weges in den Dekanaten, Bistum Mainz, Seite 30). Der Pastorale Weg steht unter dem Motto „Eine Kirche, die teilt“ und der Frage „Was brauchen die Menschen?“. Vor diesem Hintergrund möchten wir gemeinsam erarbeiten, was für unsere Gemeinde hier vor Ort jetzt und in Zukunft wichtig ist.

Luise Spiske, Pfarrgemeinderat

Erste Spuren auf dem Pastoralen Weg

Ein Schritt auf dem Pastoralen Weg im katholischen Dekanat Darmstadt ist die Leitung des Dekanatsrates durch eine Doppelspitze aus einer Frau und einem Mann: Patricia Buschbeck und Dr. Lutz Büttgenbach. Wir gratulieren beiden herzlich zur Wahl! Unsere be¬sonderen Glückwünsche gelten Frau Buschbeck aus unserer Pfarrei, die mit viel Herzblut auf dem Pastoralen Weg unterwegs ist.

Nicole Averbeck

Dekanatsklausurtag 2020

Der Dekanatsklausurtag hat sich mit den Erfahrungen, die in den bestehenden Themengruppen, in den Lebenswelterkundungen, den regionalen Austauschforen und den Treffen mit Vertretern anderer Institutionen aus Politik, Religion und Gesellschaft befasst. Daraus sind sozusagen „Leitplanken“ erarbeitet worden, die den Themengruppen bei ihrer weiteren Arbeit hilfreich sein sollen, das „Abschlussdokument Schmerlenbach“, das auf der folgenden Seite abgedruckt ist.
Das Dekanat hat außerdem die Gemeinden dazu aufgerufen, dieses Dokument zu ergänzen. Bis zur Dekanatsversammlung am 10. März sind im Dekanatsbüro Ergänzungen entgegengenommen worden.

Patricia Buschbeck

Abschlussdokument Schmerlenbach 2020

Als katholisches Dekanat Darmstadt gestalten wir den Pastoralen Weg weiterhin im Geist der Schmerlenbacher Selbstverpflichtung von 2019.

Kriterien der Entscheidungsfindung
Um gut kooperieren zu können, müssen folgende Kriterien erfüllt werden:

Allgemeine Kriterien im Prozess:

  • Transparenz der Entscheidungen
  • Autonomien der Gemeinden und Kirchorte achten
  • Solidarisches Handeln
  • Subsidiarität (u.a. Hilfe zur Selbsthilfe)
  • Tradition und Offenheit sicherstellen

Allgemeine Kriterien in den Gemeinden und Kirchorten:

  • Schwerpunkte in der pastoralen Arbeit setzen
  • Unnötige Verdoppelung von Aufgaben
  • Synergien nutzen
  • Räumliche Nähe und Erreichbarkeit von Gemeinden und Kirchorten
  • Übernahme von Verantwortung
  • Belastungsgrenzen achten

Kriterien für die Bildung zukünftiger Pfarreien

  • Bestehende Kooperationen berücksichtigen
  • Katholikenzahl, notwendige Wege und Infrastruktur müssen verhältnismäßig sein
  • Faire Verteilung der Ressourcen und Präsenz vor Ort
 

Kriterien zur Ressourcenverteilung

  • Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit
  • Ressourcen sind Mittel zum Zweck für unseren Auftrag, d. h. Engagierte bekommen mehr Begeg¬nungszeit vor Ort durch intelligente logistische Unterstützung
  • Investition in Qualifikation von Haupt- und Ehrenamtlichen
  • Engagierte nach ihren Kompetenzen/Charismen einsetzen
  • Möglichkeiten der Kategorialen Dienste wahrnehmen

Kriterien zur Gestaltung von Leitung
Die Frage der Leitung berührt Gemeinden und Kirchorte.

  • Verwaltung ist nicht an das Amt gebunden, sondern kann delegiert werden
  • Kriterium für Leitung und Zuständigkeit sollten Charismen und Kompetenzen sein
  • Leitung ist offen für haupt- und ehrenamtliche Frauen, Männer und Diverse
  • Leitung braucht Einübung schon jetzt
  • Zuständigkeiten und Entscheidungen werden für alle transparent dargestellt
  • Ein Team ergänzt sich gegenseitig damit nicht einer „allen alles“ sein muss
  • Konfliktlösungsstrategien werden eingeübt
  • Leitung braucht Kompetenz in Personalführung

 

St. Bonifatius Seeheim-Jugenheim, Quo vadis?

„Geh und bau meine Kirche wieder auf!“

Diesen Satz kennen Sie vielleicht. Franziskus hörte bei seiner Berufung Jesus, der ihm diesen Auftrag erteilte.
Der reiche Kaufmannssohn saß damals in der verfallenden Portiuncula- Kapelle vor den Toren von Assisi und meinte irrtümlich, dass die kleine Kapelle gemeint gewesen sei. Unverzüglich und mit Feuereifer macht er sich mit seinen Gefährten an die Arbeit.
Erst im Nachhinein wurde klar, dass es um die Kirche als Ganzes ging, die auch damals überaus reformbedürftig war und zu zerfallen drohte. Ähnlich wie heute, nur aus anderen Gründen. Heute sind es Dinge wie der Dauerskandal des weltweiten sexuellen Missbrauchs durch Geistliche, Finanzskandale, ein ungeheurer Reformstau. Scheinbar unlösbare Spannungen zwischen Konservativen („welcher Reformstau?“) und liberalen Kräften („wenn sich nicht bald was bewegt, treten wir auch aus!“). Ein Papst Franziskus, der eine Synode der Amazonasbistümer einberuft, dann aber einen zentralen Beschluss der Synode, mit 2/3 Mehrheit gefasst, scheinbar einfach ignoriert, ihn in seinem Abschlussschreiben nicht einmal erwähnt. Eine Lockerung der Zölibatsvorschrift wird es offenbar auch in Zukunft für die entlegenen Amazonasgemeinden nicht geben, die teilweise seit Jahrzehnten keine Eucharistie feiern können. Die einen sind verzweifelt, die anderen atmen erleichtert auf. Viele fragen sich, ob vor diesem Hintergrund der Synodale Weg in Deutschland überhaupt einen Sinn macht. Und alles zusammen erzeugt eine bleierne Stimmung des Niedergangs, der unsere Kirche in Deutschland zu erfassen droht.
Unsere kirchlichen Ressourcen werden rasch weniger, personell wie finanziell. Der schnell wachsende Mangel an Priestern und anderen seelsorglichen Berufen, die dauerhaft hohe Zahl der Kirchenaustritte, der Schwund an Gottesdienstbesuchern, all das macht vordergründig strukturelle Reformen nötig: größere Gebiete müssen sich zusammenschließen zu neuen Pfarreien. Die Arbeitskraft der wenigen Priester und hauptamtlichen SeelsorgerInnen wird auf sie aufgeteilt werden müssen. Wir stehen an einem Scheideweg. Wenn wir bei diesen strukturellen Reformen stehen bleiben, dann werden wir bloß den Niedergang verwalten und eines Tages macht der Letzte das Licht aus. Wenn wir wollen, dass auch in einer oder zwei Generationen hier in Seeheim-Jugenheim noch eine katholische Kirchengemeinde lebt, Menschen einen Anknüpfungspunkt finden, Glaube geteilt, füreinander gesorgt und miteinander gefeiert wird, dann muss hier bei UNS ein Gesinnungswandel stattfinden. Eine Neubesinnung auf unseren eigenen Glauben und auf den Auftrag, den wir alle als getaufte ChristInnen haben.
Auch Franziskus konnte damals an den großen kirchenpolitischen Linien nicht das geringste ändern. Er trat deshalb aber nicht aus der Kirche aus, im Gegenteil. Gegen erhebliche Widerstände und misstrauisch beäugt begann er ganz intensiv SEINEN Glaubensweg zu gehen. Er suchte sich Gefährtinnen und Gefährten, gemeinsam lebten sie das Evangelium und teilten das Leben. Von dieser kleinen Gemeinschaft ging eine positive Kraft aus, die über alle Konfessionen und sogar Religionen hinweg bis heute spürbar ist.
Clara und Franz von Assisi waren sicher Heilige von Weltrang, denen wir nicht das Wasser reichen können. Aber von ihnen lernen, das sollten wir: Fragen SIE sich doch einmal: was ist MEIN Auftrag als getaufter Christ, hier in dieser Gemeinde? Wie kann ICH meinen Glauben so leben und vertiefen, dass er mich bereichert - und damit auch andere? Welche Talente kann ich einbringen in meine Gemeinde, hier vor Ort. Ob es meine, unsere Gemeinde St. Bonifatius mittel- und langfristig noch gibt, das hängt nicht vom Papst ab und nicht von den Bischöfen, sondern von den Menschen, die diese Gemeinde heute bilden.

Br. Martin Kleespies, Pfr.

 

Pfarrgemeinderat 2019 – 2023

Am 10. und 11. November 2019 wurde der neue Pfarrgemeinderat gewählt (Pfarrbrief Weihnachten 2019). Ihm gehören Rasmus Runde, Ruth-Maria Hüttl, Luise Spiske, Dr. Bernhard Kurth, Marina Bartolomei Accomazzo, Wolfgang Diedrich und Vincent Kotulla als Jugendvertreter an. Weiterhin sind Pfarrer Martin Kleespies, Diakon Siegfried Krick, Gemeindereferentin Ursula Haas und Angelika Franz als Pastorale Mitarbeiterin Mitglieder des Pfarrgemeinderates. In der konstituierenden Sitzung am 28. Nov. 2019 haben nach einer geheimen Wahl Luise Spiske und Ruth-Maria Hüttl die Ämter der Vorsitzenden und der Stellvertretenden Vorsitzenden übernommen.
Der Pfarrgemeinderat dankt der Gemeinde für das Vertrauen, das ihm mit der Wahl geschenkt wurde.
Entsprechend dem Motto der Pfarrgemeinderats-Wahl „Kirche gemeinsam gestalten“ wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit sein, den „Pastoralen Weg“ mitzugestalten. Um aufzuzeigen, welches die besonderen Belange unserer Gemeinde sind, und was für das Lebendigsein unserer Gemeinde jetzt und in Zukunft wichtig sein wird, möchten wir zu einem Abend einladen, an dem wir auf diese Fragen eingehen wollen (s. S. 8). Im Januar 2021 werden Verwaltungsrat und Pfarrgemeinderat eineinhalb Tage gemeinsam eine Klausur abhalten, um etwas länger und ohne Zeitnot über die Aufgaben und den Pastoralen Weg in unserer Gemeinde zu beraten.

Luise Spiske

Verwaltungsrat

Am 15. Dezember 2019 haben die Mitglieder des neuen Pfarrgemeinderates aus acht Kandidaten die sechs Mitglieder des Verwaltungsrates gewählt. Die gewählten Mitglieder sind Benjamin Krick, Margrit Bayer, Peter Frye, Rasmus Runde, Erich Satorius und Markus Bruns. Br. Martin Kleespies ist als Pfarrer Vorsitzender des Verwaltungsrates. In der ersten Sitzung (29. Jan. 2020) haben die gewählten Kandidaten bestätigt, dass sie die Wahl annehmen. Peter Frye wurde erneut als Stellvertretender Vorsitzender gewählt. Ein herzliches Dankeschön an alle Kandidaten, die mit ihrer Kandidatur ihre Bereitschaft gezeigt haben, sich in der Gemeinde zu engagieren. Den Gewählten gratulieren wir und danken, dass sie die Wahl angenommen haben. Einen besonderen Dank an Peter Frye, dass er erneut das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden übernommen hat.
Sie liebe Leser bitten wir um das Gebet für ein gutes Gelingen der Arbeit in den gemeindlichen Gremien.

Luise Spiske

Arbeitskreis „Zusammenarbeit der
Christen in Bickenbach-CiB“

Rückschau Gebetsgottesdienst für die Einheit der Christen

In der weltweiten Gebetswoche für die Einheit der Christen im Januar veranstaltete der Arbeitskreis CiB einen überkonfessionellen Gebetsgottesdienst in der evangelischen Kirche in Bickenbach. Im Arbeitskreis arbeiten evangelische, katholische und Christen aus der Baptistengemeinde zusammen.
Die Liturgie des Gottesdienstes stammte von Glaubensgeschwistern aus Malta. Geographisch passend stand der Bericht aus der Apostelgeschichte im Mittelpunkt, in dem der Schiffbruch des Gefangenenschiffs geschildert wurde, mit dem Paulus nach Rom gebracht werden sollte. Das Schiff strandete vor Malta und alle mussten dort überwintern. „Die Einheimischen waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich!“, heißt es dort. Aus diesem Satz formulierte Bruder Wolfgang Novak CFPB (Franziskanische Gemeinschaft Pace e Bene) in seiner eindringlichen Predigt die Frage an die Anwesenden, ob Fremde, die bei uns „stranden“, heute sagen würden, „Die Christen sind uns gegenüber ungewöhnlich freundlich!“.
Diese Frage traf uns alle ins Herz und machte nachdenklich und betroffen.

Freiluftgottesdienst Erlensee

Unser Arbeitskreis hat als Motto für das Jahr 2020 die Jahreslosung der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) ausgewählt: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24). Der Gottesdienst am Erlensee am 14. Juni wird unter diesem Thema stehen. Pfarrer Br. Martin Kleespies wird die Predigt halten.
„Expedition zum Anfang“ war der Titel der Glaubensgespräche in der diesjährigen Fastenzeit in Seeheim. Der Gottesdienst am Erlensee ist eine weitere herzliche Einladung, sich auf die Suche nach Gott zu machen!
Wir freuen uns auf Sie!
Termin (vorbehaltlich der w eiteren Entwicklung): Sonntag, 14. Juni 2020, 10:00 Uhr, Freizeitgelände Erlensee, Bickenbach. Die weiteren Planungen für dieses Jahr sind noch nicht abgeschlossen und werden rechtzeitig angekündigt.

Wolfgang Krichbaum

 

Geschafft!
Kirchenasyl erfolgreich!

Unser Kirchenasyl für die kleine Familie aus Eritrea war erfolgreich! Wir freuen uns sehr! Was genau heißt „erfolgreiches Kirchenasyl“? Es heißt nicht, dass die Familie als asylberechtigt anerkannt ist. Darüber entscheiden die zuständigen Behörden. Ein erfolgreiches Kirchenasyl heißt vielmehr, dass die Voraussetzung geschaffen werden konnte für eine Prüfung des Asylantrags, indem die Zeit überbrückt wurde, in der eine Abschiebung drohte.
Die Dauer des Kirchenasyls hat sich ein paarmal geändert. Erst waren sechs Monate zu überbrücken, dann wurde die Zeit von den Behörden auf 18 Monate verlängert. Doch kurz vor Weihnachten wurden die 18 Monate doch wieder zurückgenommen, und die Bedrohung einer Abschiebung bestand nicht mehr. Die Familie wurde von den Behörden inzwischen der Gemeinde Seeheim-Jugenheim zugeordnet und konnte daher das Kirchenasyl verlassen. Seit Ende Februar wohnt sie in einer kleinen Wohnung in Seeheim. So bleiben Freundschaften erhalten und die große Tochter kann auf derselben Schule bleiben.
Wenn wir auf das Kirchenasyl blicken, freuen wir uns über mehr als die Vermeidung der drohenden Abschiebung. Wir freuen uns über die vielen Menschen, die sich im Helferkreis mit ihren ganz unterschiedlich Gaben sehr ausdauernd eingesetzt haben, und dass wir Probleme gemeinsam klären konnten. Wir haben liebe Menschen kennengelernt und neue Freundschaften sind entstanden. Nicht zuletzt sind wir sehr dankbar für die eingegangenen Spenden.
Der Familie wünschen wir einen guten Start in ein „Alltagsleben“ in Deutschland und Gottes Segen!

Franziska Siebel,
Kerstin Hartmann,
Kirsten Sames
(von der Redaktion aktualisiert)

 

Khurda – ein Herzensprojekt

Am Eine-Welt-Sonntag, dem 10. November 2019, wurden Frau Christa Mosell und Herr Theo Markwart für ihr Engagement für das Khurda Projekt unserer Gemeinde geehrt. Mit viel persönlichem Einsatz haben sie sich in den letzten 30 Jahren um den Aufbau und die Entwicklung der Schule, des Gesundheitszentrums und der Gemeinde Khurda in Indien gekümmert.
Frau Mosell erhielt eine Urkunde unseres Mainzer Bischofs als Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Sie hat das Projekt, das einst von ihrem Sohn ins Leben gerufen wurde, von Anfang an federführend unterstützt.
Dies wird auch durch ihre mehrmaligen Besuche in Khurda deutlich, durch die sie die so wichtigen persönlichen Kontakte mit den Menschen vor Ort gepflegt hat. Bis heute steht sie im ständigen Kontakt mit den Verantwortlichen in Khurda.
Herr Markwart hat sich ebenfalls von Beginn an diesem Projekt verschrieben. Er ist mit Frau Mosell nach Khurda gereist und hat das Projekt auch den Gremien der Gemeinde Bickenbach regelmäßig vorgestellt. Seine gewissenhaften Rechenschaftsberichte und seine Persönlichkeit haben ebenfalls dazu beigetragen, dass Bickenbach das Vorhaben in Khurda langjährig finanziell unterstützt. Herr Markwarts Einsatz wurde bereits vor einiger Zeit durch eine bischöfliche Urkunde gewürdigt.
Der Eine-Welt-Kreis unserer Gemeinde kann dank aktuell 87 Pateneltern aus Seeheim-Jugenheim, Bickenbach und einigen anderen Orten über 100 Schülerinnen und Schüler der Mahatma Gandhi School unterstützen, um sich z. B. Schulbücher, Schuluniformen bzw. den Schulbus leisten zu können. Die meisten der jahrelang unterstützten Patenkinder haben mindestens einen College-Abschluss erreicht. Ein paar ehemalige Patenkinder arbeiten heute selbst als Lehrer an der mittlerweile zur größeren High School aufgestiegenen Mahatma Gandhi School.
Die Einrichtung des Gesundheitszentrums war und ist für die meist armen Menschen der abgelegenen Region um Khurda dringend notwendig. Zusätzlich zu den weiterhin benötigten Patenschaften, möchte der Eine-Welt-Kreis eine Stelle für einen Englischlehrer finanzieren, damit die Schule weiterhin ihrem guten Ruf in der Region gerecht werden kann. Sie leistet vor Ort auch einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben der Religionen, da sie in christlicher Trägerschaft ist, aber die Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Religionen und Volksgruppen angehören.
Für die Finanzierung dieser Lehrerstelle werden noch Sponsoren gesucht.
Wir hoffen, dass das Projekt, das eine Herzensangelegenheit von Frau Mosell und Herrn Markwart ist, auch in den kommenden Jahren von Mitgliedern unserer Gemeinde unterstützt wird, damit sich das Leben der Kinder und ihrer Familien in Khurda und Umgebung weiterhin verbessern kann.
Nochmal ein herzliches Dankeschön an Frau Mosell und Herrn Markwart!

Manu George und Alexandra Bruns