Pfarrbrief zu Erntedank 2018

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Pfarrbrief zu Erntedank 2018 als PDF

Die Texte einiger Artikel und Informationen aus dem aktuellen Pfarrbrief finden Sie im Folgenden. Alle Artikel mit ansprechenden Illustrationen finden Sie in der PDF-Version. Klicken Sie zum Öffnen oder Herunterladen auf den oben stehenden Link.

 

Erntedankfest - Zeit um Gott zu danken

Liebe Leserin, lieber Leser,

Am 16. September feiern wir in diesem Jahr das Erntedankfest und unser Pfarrfest in Seeheim. Der ungewöhnlich frühe Termin ist dem Umstand geschuldet, dass Ende September bereits Herbstferien sind.
Wir werden in unserer Hl. Geist - Kirche wieder das Erntedankfest mit einem schön und reichhaltig geschmückten Altar feiern. Wir haben Grund zu danken und zu feiern. In diesem Jahr wollen wir erstmals den feierlich geschmückten Erntealtar mit Gaben schmücken, die SIE nach Möglichkeit mitbringen - und dann gesegnet wieder nach Hause mitnehmen können. Bei den meisten von uns waren Kühlschrank und Tisch auch dieses Jahr reichlich gefüllt mit guten Gaben.
Unter uns sind auch in diesem Jahr viele Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Afrika, die auf der Flucht vor Gewalt, Krieg und Hunger sind. Gibt es auch für diese Menschen Grund zu danken?
Die Flüchtlinge aus den Kriegs- und Krisengebieten sind besonders dankbar für ihre Aufnahme in einem sicheren Land wie Deutschland. Sie haben in ihrem Heimatland Kriegsschrecken, Tod und Verwüstung erlebt. Dazu den täglichen Kampf ums nackte Überleben: Woher bekommen wir Brot und sauberes Wasser, um wieder einen Tag weiterleben zu können? Sie entschlossen sich zur Flucht, oftmals ging es unter Lebensgefahr mit kleinen Booten übers Meer nach Griechenland und Italien, dann weiter über den Landweg bis nach Deutschland. Dabei kratzten sie für die Schleuser die letzten Geldreserven zusammen. Hier bei uns sind sie nun auf Unterstützung und Solidarität angewiesen. Sie brauchen ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Kleidung, die Kinder gehen in den Kindergarten oder in die Schule, die Älteren in einen Sprachkurs..
Die Flüchtlinge aus den Kriegs- und Krisengebieten sind besonders dankbar für ihre Aufnahme in einem sicheren Land wie Deutschland. Sie haben in ihrem Heimatland Kriegsschrecken, Tod und Verwüstung erlebt. Dazu den täglichen Kampf ums nackte Überleben: Woher bekommen wir Brot und sauberes Wasser, um wieder einen Tag weiterleben zu können? Sie entschlossen sich zur Flucht, oftmals ging es unter Lebensgefahr mit kleinen Booten übers Meer nach Griechenland und Italien, dann weiter über den Landweg bis nach Deutschland. Dabei kratzten sie für die Schleuser die letzten Geldreserven zusammen. Hier bei uns sind sie nun auf Unterstützung und Solidarität angewiesen. Sie brauchen ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Kleidung, die Kinder gehen in den Kindergarten oder in die Schule, die Älteren in einen Sprachkurs.
Jetzt werden immer dringender auch Unterkünfte gesucht. Nicht nur für die Flüchtlinge, auch Menschen von hier haben es zunehmend schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Vielleicht gibt es Menschen unter uns, die eine leerstehende Wohnung oder einer Person ein Zimmer anbieten können. Ich weiß, dass viel Wohnraum leer steht und nicht genutzt wird. Wer sich entschließt, eine Wohnung zu vermieten aber nicht „blind“ auf dem freien Markt anbieten möchte, der kann sich gerne an mich wenden. Die Erfahrung, dass eine offene Tür und Geben reicher machen als sich zu verschließen und nur zu nehmen - die könnte der Lohn sein.
Erntedank begehen wir in der richtigen Weise, wenn dabei das Teilen und Geben im Vordergrund steht. Dank sagen wir Gott vor allem dadurch, dass wir unseren Besitz nicht nur als unser alleiniges Eigentum betrachten, sondern als Geschenk, das wir mit Bedürftigen teilen können.
Das ist die Botschaft vom Erntedankfest, die wir in der Bibel nachlesen können.
Ein gesegnetes Erntedankfest und eine gesegnete Herbstzeit wünscht Ihnen

Ihr

Martin Kleespies
Br. Martin Kleespies, Pfr.

 

Erntedank 2018

Wie es nun schon seit vielen Jahren in unserer Gemeinde Brauch ist, möchten wir auch in diesem Jahr, an Erntedank gemeinsam feiern. Um Überschneidungen mit den Herbstferien zu vermeiden haben wir uns im Pfarrgemeinderat dafür entschieden, das Fest auf den 16. September vorzulegen.
Wie die meisten unserer kirchlichen Feste beginnen wir mit dem Gottesdienst. Der Tradition folgend, möchten wir für den Gottesdienst Ambo und Altar mit Erntegaben schmücken. Damit der Schmuck möglichst viel mit uns zu tun hat, kann jeder Früchte, Gemüse, Blumen Marmelade, Säfte, Wein ….. mitbringen. Die Gaben werden im Gottesdienst gesegnet und können dann wieder mit nach Hause genommen werden.
Nach dem Festgottesdienst laden wir ein: zum gemeinsamen Essen, Trinken, Erzählen …. Für Suppe, Grillgut, Brötchen und Getränke ist gesorgt. Wir bitten darum, durch Spenden von Salaten, Kuchen, Süßspeisen …. das Essensangebot zu ergänzen.
Am Samstag, 15.09., treffen wir uns um 15:00 Uhr zum Aufbauen und am Sonntag lassen wir das Fest mit Aufräumen gemütlich ausklingen. Wir freuen uns über alle, die Lust haben, zur Hand zu gehen.
Bei den letzten Pfarrfesten haben wir auf Preislisten verzichtet und stattdessen um Spenden gebeten. Das war für die Aktiven vor Ort erheblich einfacher und wurde von allen als angenehm empfunden. Aufgrund dieser guten Erfahrungen möchten wir auch dieses Mal um Spenden für Verzehr und Getränke bitten. Die Spenden sollen für die Anschaffung neuer Messdienergewänder eingesetzt werden.
Wir freuen uns darauf, Gemeinde zu feiern.

Luise Spiske und Elke Klockow
Organisation Erntedankfeier

 

Die Bibel im Koran -

Grundlagen für das interreligiöse Gespräch

Mit diesem Buch habe ich mich in den letzten Wochen intensiv beschäftigt.
Worum geht es?
Der Autor Karl Josef Kuschel möchte Brücken bauen zwischen Christen und Muslimen. Er wirbt um Offenheit und Verständnis für die Glaubensvorstellungen und Schriften des jeweils anderen. Hierbei werden die Unterschiede durchaus deutlich gemacht – nicht etwa verschwiegen oder gar zugekleistert.
Zunächst vergleicht er Bibel und Koran anhand formaler Kriterien (Um was für eine Art Text handelt es sich?) und bezogen auf die geschichtlichen Umstände der Entstehung. Er gibt Hinweise, welche Vor-Informationen vor dem Lesen des Korans wichtig sind und eine Art „Gebrauchsanweisung“ wie man ihn lesen sollte, um ihn besser zu verstehen.
Im Hauptteil werden einzelne zentrale Personen (z. B. Noah, Moses oder Jesus) in ihrer Darstellung in Bibel und Koran gegenübergestellt:
Was ist die Kernaussage in der Bibel bzw. dem Koran?
An wen wendet sich der Text?
Worin liegen die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede?
Was bedeutet das für den Leser heute?

Sowohl im Vorwort, als auch am Ende (wo er auf das Friedensgebet von Papst Franziskus mit Shimon Perez und Mahmud Abbas Bezug nimmt) macht der Autor sein Motiv deutlich: Die offene und vorurteilsfreie Kommunikation miteinander ist kein Zeichen von Schwäche, sondern macht alle beteiligten Religionen stärker. In einer Zeit, in der fast 4 Milliarden auf dieser Erde sich in ihrer Religion auf einen Ursprung in Abraham berufen, sollten sie sich auch heute an diesen gemeinsamen Ursprung erinnern.
Übrigens: Das Buch wendet sich nicht an „Bibelspezialisten“ oder „Koranexperten“, sondern an interessierte Laien und ist auf eine verständliche Art geschrieben.

Wolfgang Diedrich

 

Besser, als unser Ruf:“

Katholiken in Deutschland

Wer kennt das nicht? Wir sitzen in einer gemischten Runde von Freunden oder Bekannten und es kommt dazu, dass wir uns als gläubige und engagierte Katholiken outen.
Dann schlägt uns im besten Fall Erstaunen entgegen, meist jedoch Unverständnis. Plötzlich wird alles, was wir sagen, anders bewertet und wir müssen uns rechtfertigen.
Die neuralgischen Punkte sind bekannt und für jeden von uns schmerzhaft. Vieles ist berechtigt. Vieles aber auch nicht. Wir werden konfrontiert mit Unwissenheit und Klischees, die unausrottbar scheinen.
Nun gibt es Hilfe für die wunde, katholische Seele: Das Buch „Wie katholisch ist Deutschland und was hat es davon?“ von Dr. Andreas Püttmann räumt gründlich mit allen „Fake News“ auf und gibt einen guten historischen und aktuellen Überblick über die Lage des Katholizismus in der Bundesrepublik. Dr. Andreas Püttmann studierte Politik, Geschichte und Staatsrecht und arbeitet heute als freier Publizist. Es ist ein kritisches und selbstkritisches Buch, aber es birgt auch Erkenntnisse, die überraschend positiv ausfallen.
Nach der Lektüre sind wir besser gewappnet für die nächste Diskussion.

Patricia Buschbeck

 

Interesse an einem „Filmkreis St. Bonifatius“?

Meine Vorstellungen dazu:

  • Wir treffen uns einmal im Monat (wann genau, müssen wir noch vereinbaren) und schauen uns einen Film an. Anschließend – und das ist mir das Wichtigste – diskutieren wir über das, was wir gesehen haben.
  • Ich möchte keine „schönen“ Filme zeigen, sondern Filme, die gut sind, weil sie Denkanstöße liefern. So ist z. B. ein Film über eine Abtreibung sicherlich kein schönes Thema, aber ein wichtiges.
  • Was ich nicht zeigen möchte: „Erbauungsfilme“, z. B. mit blondgelockten Jesus-Darstellern und weichgespülter Handlung.

Es würde mich freuen, wenn es Interessierte geben würde. Auch auf dem Pfarrfest möchte ich versuchen, die Besucher darauf anzusprechen.

Wolfgang Diedrich
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Neues vom konfessionsübergreifenden Arbeitskreis
„Zusammenarbeit der Christen in Bickenbach - CiB“

Mit der Zeit gehen?

Diese Frage hat ganz verschiedene Facetten. Wer modebewusst ist und in dieser Hinsicht am Puls der Zeit bleiben muss, keinen Trend verpassen will, hat ein anderes „Zeitproblem“ als die Christen, die überlegen, wie ihr Glaube zeitgemäß vermittelt werden kann. Ein besonderes „Mit-der-Zeit- Gehen“ ist die Feier des Kirchenjahres. Bestehend aus einer festgelegten Reihenfolge von katholischen oder evangelischen Feiertagen und Festzeiten soll es im Laufe eines Jahres an die Heilsgeschichte aus Geburt, Leiden, Tod und Auferstehung Jesu erinnern. Die Evangelische Kirche hat das Jahr 2018 dem Thema „Grüße aus dem Kirchenjahr - Kirchliche Feiertage als kultureller Reichtum“ gewidmet. Der Arbeitskreis CiB hat sich dieses Motto zu Eigen gemacht und im Juni am Bickenbacher Erlensee einen gutbesuchten Gottesdienst unter der Überschrift „Sonntage und Feiertage – Inseln im Alltag“ veranstaltet.
Nach der Fahrt nach Hünfelden zur ökumenischen Jesus-Bruderschaft, deren Leben ganz besonders vom Kirchenjahr geprägt ist, wird das Thema in einem Vortrag behandelt werden.
Unter dem Titel „Atemholen für die Seele - Leben mit dem Kirchenjahr“ referiert Pastor Klaus Sperr von der ökumenischen „Offensive junger Christen – OJC e. V.“ aus Reichelsheim (Odenwald).

Termin:
25. Oktober 2018, 19:30 Uhr,
Evangelisches Gemeindehaus Bickenbach,
Darmstädter Str. 43.

Herzliche Einladung!

Wolfgang Krichbaum

 

25-jähriges Jubiläum der Eine-Welt-Gruppe

Die Eine-Welt-Gruppe feierte am 10. Juni ihr 25-jähriges Jubiläum in der evangelischen Bergkirche in Jugenheim.
Wir gratulieren herzlichst zum Jubiläum und wünschen der Eine-Welt- Gruppe alles Gute und Gottes Segen für die weitere Zukunft!
„Ohne Begeisterung, welche die Seele mit einer gesunden Wärme erfüllt, wird nie etwas Großes zustande gebracht.“ (Adolph von Knigge)
Mit dieser Begeisterung arbeitet die Gruppe mit ihrem Eine-Welt-Laden seit 25 Jahren konfessionsübergreifend für ihr Projekt in Tansania. Nicht nur die Ausbildung, Werkzeuge und medizinische Betreuung vor Ort werden mit den Erlösen auf Basaren gefördert, sondern auch Hoffnung und eine Perspektive für die Menschen dort. Auch Menschen in Katastrophengebieten werden bedacht, wie z. B. beim Erdbeben in Haiti.
Die Gruppe würde sich sehr über neue Mitglieder freuen! Einfach mal vorbeikommen:
Beheimatet in der Remise, Ludwigstr. 6 in Jugenheim, können Sie immer am Donnerstag in den Zeiten von 8:30 – 12:30 Uhr und 14:30 – 17:00 Uhr vorbeischauen und einkaufen.
In der Adventszeit finden Sie den Stand draußen am Kreisel in Jugenheim auch bei Regen und Schnee mit immer lachenden Gesichtern.

Herzlichen Dank, liebe Eine-Welt- Gruppe, für Ihre Arbeit, das Miteinander, Freude, Hoffnung und Wärme und bleiben Sie begeistert!!

Im Namen des Pfarrgemeinderats
Irene Kotulla

 

14.000 Grüße in 20 Jahren

Zweimal im Monat treffen sich acht Frauen unserer Gemeinde und basteln Grußkarten zu Ostern und Weihnachten für die Bewohnerinnen und Bewohner der Heime in Seeheim, Jugenheim, Bickenbach sowie für das Jugenheimer Krankenhaus.

Diese Karten, jedes Mal ein anderes Motiv und Text versehen mit den Grüßen unserer Pfarrgemeinde, werden von den Damen und Herren zu den Festtagen in den Häusern verteilt.

Diese persönlich gestalteten bunten Karten werden mit viel Freude aufgenommen. Manch einer erwartet schon das kleine „Geschenk“. Es ist ein Zeichen des Nichtvergessenseins.

Nicht nur die Bewohner und das Personal, sondern auch die Überbringerinnen und Überbringer des Besuchsdienstes unserer Gemeinde sind sehr glücklich über diese Grüße. Wie schnell kommt da ein Gespräch auf und vermittelt festliche Stimmung zu den Hochfesten Ostern und Weihnachten.

Sollte sich jemand für die Karten interessieren, im Pfarrbüro steht unser Musterordner mit all den Karten seit Beginn im Jahre 1998. Inzwischen sind es 40-mal ca. 350 Karten, die gefertigt wurden. Eine stolze Zahl!

Hedwig Heß

 

Bischof Kohlgraf im Dekanat Darmstadt-Dieburg

Es war ein volles Programm, das der Bischof an einem Tag zu absolvieren hatte. Er sollte ja die Fülle des Dekanates kennenlernen, das mit Caritas, Schule, Hochschulpastoral für 45.000 Studenten in Darmstadt, Kindergärten, nr 30 das Bildungshaus, BDKJ, KJZ, Krankenhausseelsorge, Notfallseelsorge, Hospizdienst, Ökumene, Gefängnisseelsorge, Betriebsseelsorge, Citypastoral, Seelsorge 60+, Frauenseelsorge und vielen muttersprachlichen Gemeinden viel zu bieten hat. Jeder Bereich hat sich vorgestellt und dem Bischof Anregungen mitgegeben. Das Dekanat wünscht sich hier vom Bistum ganz konkret Unterstützung bei der Moderation der sehr vielfältigen muttersprachlichen Gemeinden. Die Hauptthemen der Sozialpastoral sind Alleinerziehende, Familien und Flüchtlinge. Es wird über einen Dekanatsfonds für Geflüchtete nachgedacht. Die soziale Arbeit in den Gemeinden wird aktuell begleitet.
Mit einer schönen Messe in Griesheim begann der Tag für die Ehrenamtlichen. Die recht große Kirche war zum Bersten voll, der Einzug wollte gar nicht enden, da gefühlt hunderte Messdiener vor dem Bischof hergingen. Es war eine feierliche, würdige und dennoch lockere Atmosphäre.
Das setzte sich bei dem anschließenden Interview mit dem Bischof fort, er war sehr natürlich und humorvoll. Konzentriert beantwortete er die Fragen, die aus den Gemeinden des Dekanates zusammengetragen und zusammengefasst wurden. Als große Linie lässt sich sagen, dass er Strukturveränderungen, die notwendig sind, nicht von oben verordnen möchte, sondern Vorschläge von den Gemeinden erwartet, die dann vom Bistum moderiert werden. Zu diesem Zweck wird eine externe Kraft eingestellt, die Erfahrung im Moderieren solcher Prozesse hat. Auch bei einer Reform der Verwaltung wird er sich externe Hilfe suchen. Das Dekanat sieht er gut aufgestellt, ein Dekanat, das sowohl aus städtischen, als auch aus ländlichen Gemeinden besteht, dessen muttersprachliche Gemeinden 25% der Katholiken ausmachen, das mit 45.000 Studenten in Darmstadt umgeht und zu Kunst, Kultur und Wissenschaft gute Kontakte pflegt und somit in das städtische Leben hineinwirkt.
„Er hätte gerade die totale Ernüchterung erlebt,“ so begann er seine Ansprache vor dem Interview. Durch das Publikum ging ein kollektives Erschrecken. Er erzählte, dass ein kleiner Junge vor ihm stand, als er die Kommunion austeilte. Auf die Frage, ob er schon die Kommunion bekommt, verneinte der Junge. Der Bischof fragte ihn freundlich, ob er denn bald zur Kommunion geht, darauf sagte der Junge strahlend: „Ja, nächstes Jahr werde ich Kommunist.“

Patricia Buschbeck

 

Über Geflüchtete sprechen…

...das tun – nicht nur in der letzten Zeit – recht viele. Politiker, Journalisten, aber auch ganz „normale“ Menschen, denen wir auf der Straße oder anderswo begegnen.
Wir hören die unterschiedlichsten Äußerungen und Meinungen. Wir sollten sie uns alle unvoreingenommen anhören – solange sie die Formen der Höflichkeit beachten.

Mit den Geflüchteten sprechen...

..halte ich für viel sinnvoller!
So lernt man sich gegenseitig besser kennen und kann einander besser verstehen. Eine Möglichkeit dazu bietet der Helferkreis Asyl Seeheim- Jugenheim. Ich möchte hier nicht auf alle Tätigkeiten des Helferkreises eingehen – die Seite http://www.helferkreis- asyl-sj.de gibt hier eine Übersicht. Jeden ersten Montag im Monat um 18:00 Uhr treffen sich die Mitglieder im evangelischen Gemeindehaus in der Lindenstraße. Gäste und Interessenten sind immer herzlich willkommen!

Auf zwei Dinge möchte ich jedoch besonders hinweisen.

  • Patenschaften
    Paten unterstützen die Geflüchteten, indem sie z. B. bei Behördengängen, Arztbesuchen oder den Hausaufgaben der Kinder helfen. Wie weitgehend das Hilfsangebot ist, entscheidet der Pate selbst. Er muss nicht alles selbst wissen oder tun, der Helferkreis mit seinen Arbeitsgruppen steht ihm dabei zur Seite. Ganz wichtig ist der persönliche Kontakt: miteinander reden, spielen, vielleicht gemeinsam einen Kaffee trinken oder ein Eis essen. Es hat sich gezeigt, dass solche persönlichen Erfahrungen das Zusammenleben und den Erfolg der Geflüchteten sehr positiv beeinflussen.
  • Wohnungen
    Jeder Geflüchtete hat nach seiner Anerkennung die Möglichkeit, sich eine Wohnung zu suchen. Aber wenn schon die Wohnungssuche für Menschen, die hier aufgewachsen sind, schwierig ist – um wie viel mehr gilt das für sie? Ganz besonders dringend benötigt werden Ein-Zimmer-Appartements oder Zwei-Zimmer-Wohnungen. Das Job-Center unterstützt finanziell, kann aber bei der konkreten Suche nicht helfen. Daher meine Bitte an Sie: Prüfen Sie bei sich, fragen Sie auch bei Freunden und Bekannten, ob es eine Möglichkeit gibt, eine kleine Wohnung anzubieten.

Falls Sie Fragen zu all diesen Themen haben, können Sie sich gerne an mich wenden – oder an den Helferkreis.

Wolfgang Diedrich
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St. Bonifatius Green-Team

Seit dem Beschluss, das Kirchengelände in Eigenarbeit zu pflegen, sind nun zwei Jahre ins Land gegangen. Unser Green Team ist zu einer frohen Truppe mit rund 10 Kernmitgliedern herangewachsen. Mal sind wir zu zweit mal mehr als fünf vor Ort, egal wieviele wir sind, die Stimmung ist gut. Die Arbeit wächst stetig nach, jede weitere Hand wird gebraucht.
Beim Erntedankfest bieten wir wieder Kürbissuppe an. Die Suppe wird am 15. September nachmittags ab 13:00 Uhr im Gemeindehaus vorbereitet. Herzliche Einladung an jeden und jede, die Lust haben mitzuhelfen! Im letzten Jahr war das eine fröhliche Runde.
Rote, weiße und schwarze Johannisbeeren konnten wir auch ernten. Sie wurden zu Saft und Brotaufstrich verarbeitet, den wir ebenfalls beim Erntedankfest anbieten.
Weitere Termine für 2018 sind geplant und werden in den Kirchen ausgehängt. Der letzte Termin im Jahr 2018 ist für den 23. November vorgesehen. Wir werden an diesem Tag wieder mit dem Freitags-Gottesdienst starten, alle Gottesdienstbesucher zu einem gemeinsamen Frühstück einladen und im Anschluss unsere Gartenarbeit für dieses Jahr abschließen.

Dienstag,
Dienstag,
Mittwoch,
Samstag,
Donnerstag,
Freitag,
25. Sept.
9. Okt.
17. Okt.
27. Okt.
15. Nov.
23. Nov.
10:00 Uhr
14:00 Uhr
10:00 Uhr
10:00 Uhr
10:00 Uhr
8:45 Uhr
(im GD)

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich immer wieder motivieren lassen mitzumachen, die uns mit Spenden unterschiedlichster Art (Anerkennung, technische Hilfe, Pflanzen, Kulinarisches, Geld...) unterstützen und uns so Gemeinde erfahren lassen.

Luise Spiske
Kontakt: Luise Spiske
0 62 57 / 8 18 05 oder 0 162-6 13 47 27
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P.S.: Wir treffen uns immer auf dem Gelände der Hl. Geist Kirche in Seeheim und arbeiten meist 3 bis 4 Stunden. Auch für die, die erst später kommen und/oder nur kürzer bleiben können, gibt es genug zu tun.

 

Fahrtenbericht Stamm St. Bonifatius:

Sommerlager Jufis: 29. Juli–4. August 2018

Am Sonntag, den 29.07.18, war es endlich soweit und wir haben uns getroffen, um in das lang ersehnte Sommerlager zu fahren. Da wir am Abend davor schon alles gepackt hatten, ging es direkt los. Nach einer sehr heißen Fahrt in Bussen ohne Klimaanlage waren wir alle sehr froh, als wir nach drei Stunden unseren Zeltplatz in der Nähe von Aachen erreichten. Schnell bauten wir alle Zelte auf, um uns danach im Bach, der direkt am Zeltplatz entlangfließt, abzukühlen. Wie immer hatten wir jeden Tag tolles Programm, sodass uns nie langweilig geworden ist und wir viel erlebt haben. Wir waren im Aachener Tierpark, wo wir Tiere füttern und streicheln konnten.
Außerdem haben wir einen Workshop- Tag gehabt, an dem wir unter anderem gebatikt, Freundschaftsbändchen geknüpft und Boote gebaut haben. Ein Highlight war auf alle Fälle auch wieder der Hike, bei dem uns unsere Leiter irgendwo ausgesetzt haben und wir in Kleingruppen zurück zum Zeltplatz finden mussten. Bei dem Geländespiel, welches wir gespielt haben, konnten wir unsere Fähigkeiten im Anschleichen und Verstecken üben und verbessern. Zum Glück gab es neben dem vielseitigen Programm auch immer gutes Essen und schöne Lagerfeuerrunden am Abend zum runterkommen, quatschen und entspannen. Am letzten Tag haben wir noch einen bunten Abend veranstaltet, für den wir in Kleingruppen alle was vorbereitet haben und es danach noch Stockbrot gab. Die letzte Nacht haben wir alle unter freiem Himmel verbracht und vor dem Einschlafen noch nach Sternschnuppen geschaut. Wie jedes Jahr ging auch dieses Lager wieder viel zu schnell zu Ende und wir machten uns am Samstag erschöpft, aber glücklich auf den Heimweg.

Svenja Rockemer

 

Fahrtenberichte Stamm Ulrich von Münzenberg:

Drachenbootfahrt vom Kühkopf nach Frankfurt

Die Jugenheimer Pfadfinder des Stammes „Ulrich von Münzenberg“ haben über das diesjährige Pfingstwochenende auf einem Drachenboot den Rhein erkundet. Genauer: einem Doppeldrachen aus zwei durch eine Plattform verbundene Drachenboote. Der erste Tag wurde zur Übung auf dem Altrhein beim Kühkopf verbracht und nach einer Führung des örtlichen Försters durch das Naturbildungszentrum Kühkopf, gestaltete Pfr. Martin Kleespies einen Wortgottesdienst zum Thema Gemeinschaft.
Am zweiten Tag ging es in einer Etappe vom Kühkopf aus den Rhein runter und den Main hoch bis nach Höchst a. M. und am dritten Tag in einer zweiten Etappe schließlich von dort aus nach Frankfurt.
Bereits vor drei Jahren ist der Stamm das erste Mal mit einem Doppeldrachen auf dem Main unterwegs gewesen, sodass nun mit dem Rhein eine Strecke gesucht wurde, die etwas mehr Herausforderung bot.
Da der Stamm in der Zwischenzeit gewachsen ist, war das jedoch gut zu meistern. So war das Boot mit 34 Pfadfinderinnen und Pfadfindern in Vollbesetzung unterwegs, während ein Teil der Leiterrunde noch Lager abund aufbauen konnte.

Fotos von der Drachenbootfahrt des Pfadfinderstammes finden Sie auf www.dpsg-jugenheim.de.

Lukas Rabenau

Sommerlager in der Oberpfalz

Wie jedes Jahr, waren die Jugenheimer Pfadfinder am Ende der Sommerferien auf ihrem zweiwöchigen Zeltlager. Dieses findet im Wechsel im Ausland und Inland statt, sodass nach dem Niederlande-Lager des letzten Jahres dieses Jahr der Pfadfinderzeltplatz „Bucher Berg“ bei Regensburg das Ziel des Stammes war. Bei fast 40°C haben es sich die fast 40 Pfadfinderinnen und Pfadfinder nicht nehmen lassen, das örtliche Naturschwimmbad mehrmals zu besuchen, sich bei der Kanutour auf der Altmühl auch mal außerhalb des Bootes aufzuhalten und beim Besuch in Regensburg eine ausführliche Pause im schattigen Stadtpark zu machen. Dabei sind die Aktivitäten dennoch nicht zu kurz gekommen: Rallyes, Nachtspiele, Lagerbauten, Lagerfeuer, Brotbacken, Wanderungen, Kletterpark, Stadtrallye und internationale Abende mit den anderen Pfadfinderstämmen des Zeltplatzes haben ein umfangreiches Programm ergeben. Auch zwei Wortgottesdienste haben gemeinsam mit einer umfangreichen Versprechensfeier für ein stimmungsvolles Lager gesorgt.
Der Stamm „Ulrich von Münzenberg“ zeichnet sich dadurch aus, dass Kinder früh das Stammesleben nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können. So ist es besonders erfreulich, dass auf dem Lager eine neue Gruppe in die Leiterrunde aufgenommen wurde, die schon bald die Weichen für die Zukunft stellen wird.
Mit dabei war in diesem Jahr auch Pfr. Martin Kleespies, der seit einigen Jahren Kurat (geistlicher Vorsitz) des Stammes ist und mit seiner aktiven und offenen Art das Lagerleben sehr bereichert hat.

Fotos des Sommerlagers finden Sie auf www.dpsg-jugenheim.de.

Lukas Rabenau

 

Neue Messdienergewänder

Für die großzügigen Spenden am Fronleichnamsfest für neue Gewänder möchten wir Messdienerinnen und Messdiener uns bei Ihnen ganz herzlich bedanken.
Da insgesamt 578,19 ¤ zusammenkamen, können nun 4 bis 5 neue Gewänder angeschafft werden.
Danke!

Im Namen aller Ministranten
Ute Festag

 

Dekanatsministrantentag

Am 3. März sind fünf Minis und drei Leiter zum Dekanatsministrantentag in die Gemeinde St. Elisabeth nach Darmstadt gefahren. Leider sind wir eine halbe Stunde zu spät gekommen, da die Handbremse vom Pfarrbus beim eisigen Frost eingefroren war und wir spontan mit der Straßenbahn fahren mussten. Beim Minitag ging es um das Thema „Die ersten Minis“. Wir wurden in zehn Gruppen aufgeteilt. Es gab 10 Stationen, wie z. B. „Minis in der Welt“, zu Ministranten in anderen Ländern, oder den „Trevi-Brunnen“ mit Wasserparcour und das Gewand anziehen auf Schnelligkeit. Zwischendurch gab es ein leckeres Mittagessen, das uns für die letzten vier Stationen gestärkt hat. Nachdem wir dann alle die letzte Station beendet hatten, haben wir Kuchen gegessen. Während wir bei den Stationen Spaß hatten, haben wir Buchstaben gesammelt. Diese sollten wir innerhalb von zwei Minuten zu so vielen Wörtern wie wir können legen. Außerdem sollten wir mit den neun Buchstaben ein Wort, das ein Jungenname ist, legen: TARCISIUS – der Name des ersten Messdieners war die Lösung. Zum Schluss haben wir noch eine Messe mit allen Minis zusammen gefeiert. Danach ging es wieder mit der Straßenbahn nach Hause.

Tom Lippok

 

Ausflug nach Mainz

Am 26. Mai fuhren wir, die neuen Messdiener, mit unseren Leitern auf einen Tagesausflug nach Mainz. Dort besuchten wir als erstes den Dom und nahmen an einer Führung teil. Besonders spannend war die Besichtigung der Nassauer Unterkapelle, die extra für uns geöffnet wurde, obwohl sie sonst nur in der Karwoche offen ist. Anschließend bastelten wir im Dommuseum schöne Postkarten und machten eine Stadtrallye. Zum Schluss spendierte Pfarrer Kleespies uns noch ein leckeres Eis. Wir hatten alle viel Spaß und einen tollen Tag.

Geschrieben von den neuen Ministranten

 

Mini-Rom-Wallfahrt 2018

In der letzten Sommerferienwoche sind wir Messdiener und Messdienerinnen mit Martin Kleespies, Alexandra Bruns und Rasmus Runde nach Rom zur internationalen Ministrantenwallfahrt mit dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach“ gefahren.
In dieser Woche haben wir viel erlebt: Die Stadt war voll von 60 000 Messdienern und Messdienerinnen (davon 50 000 aus Deutschland!). Es war sehr schön so viele Jugendliche zu treffen, die dasselbe wie wir machen. Obwohl es immer fast 40 °C heiß war, machten wir die Stadt Rom unsicher!Nachdem wir viele schöne Sehenswürdigkeiten besichtigt haben (z. B.: das Pantheon, den Petersdom, das Colosseum und das Forum Romanum), haben wir auch einen Tag am Strand verbracht, um uns abzukühlen.
Das Beeindruckendste aber war die Papstaudienz am Dienstag. Ungefähr zwei Stunden mussten wir in der glühenden Mittagsonne anstehen, um auf den Petersplatz zu gelangen, wo das Programm begann. Nach weiteren eineinhalb Stunden konnten wir den Papst aus der Nähe sehen. Die Andacht mit Papst Franziskus war für uns alle ein tolles Erlebnis!
Diese Woche ging mal wieder viel zu schnell vorbei! Am liebsten wären wir alle noch länger geblieben.

Anna, Annika, Carolin, Finn, Johannes, Julia, Marlene, Torben

 

Glaube macht Spaß!

Unter diesem Motto hatten die Jugendlichen des diesjährigen Firmkurses ihre Zeit der Vorbereitung gestellt. Beim Vorstellungsgottesdienst wurde die Gemeinde gebeten aufzuschreiben, warum ihnen der Glaube Spaß macht.
Viele verschiedene Antworten wurden auf die vorbereiteten Zettel geschrieben und aus der Fülle wurde eine Liste erstellt, die die Jugendlichen in den Gruppenstunden weiterbearbeiteten.
Daraus ergaben sich drei Oberbegriffe, zu denen sie die Antworten zuordnen und mit ihrem eigenen Gedanken vergleichen konnten:

Gemeinschaft - Orientierung - Beziehung zu Gott

Der Glaube macht Spaß,

  • weil man Gemeinschaft erleben kann und wir alle zusammen glauben, beten und fröhlich sind.
  • weil er Halt, Orientierung, Sicherheit und Kraft im Alltag gibt und wir ein Ziel im Leben haben,
  • weil ich weiß, dass Gott immer für mich da ist und mich begleitet.

Um die Gemeinde an den Auswertungen teilhaben zu lassen, wurden die Ergebnisse in einem Gottesdienst eindrucksvoll dargestellt.
Rote, mit Helium gefüllte Luftballons, die den jeweiligen Begriff zeigten, schwebten im Gottesdienst zur Decke der Kirche. Bereits beim Hereinkommen wurden die Gottesdienstbesucher mit dem Motto im Eingangsbereich begrüßt. In der Predigt wurden die einzelnen Begriffe vorgestellt, erklärt und vertieft.
Wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die an der Umfrage teilgenommen haben.

Die Vorbereitung begann im Herbst mit einem Kurstag und der Fahrt nach Taizé. In der folgenden Zeit halfen die Jugendlichen bei sozialen oder praktischen Aufgaben, z. B. im Green-Team, bei der Betreuung der Sternsinger oder der Vorbereitung von Gottesdiensten, daneben gab es weitere Kurstage und Gruppenstunden. Ein besonderer Höhepunkt war der Ausflug nach Mainz am Montag in der Karwoche. Am Vormittag empfing Weihbischof Bentz die Firmlinge zu einem Gespräch und am Nachmittag gab es für alle Firmbewerber aus dem Bistum einen Begegnungstag, der mit der „Missa chrismatis“ (Messe zur Weihe der heiligen Öle) endete.
Am 24. Juni wurden 23 Jugendliche der Pfarrei in der Heilig-Geist Kirche von Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz in einem feierlichen Gottesdienst gefirmt. In seiner Predigt ging er auf das Motto der Vorbereitung ein und ergänzte es mit weiteren, persönlichen und schönen Gedanken, die er den Jugendlichen mit auf den Weg gab. Wir wünschen den Jugendlichen, die an diesem Tag gefirmt wurden, dass sie die Freude am Glauben nicht verlieren und dass Gott ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg Gemeinschaft, Orientierung und tiefe Beziehung zu ihm schenkt.

Firmung 2019

Der neue Firmkurs startet wieder mit einer freiwilligen Fahrt nach Taizé in den Herbstferien und anschließend mit einem Kurstag im Oktober.
Die Jugendlichen (ab 15 Jahren) wurden zu einem Infoabend eingeladen, der am 08.08. stattfand.
Wer gerne noch mitmachen möchte oder keine Einladung erhalten hat, sollte sich im Pfarrbüro oder bei Frau Franz (angelika.franz@sankt-bonifatius- seeheim-jugenheim.de) melden.

Angelika Franz

 

Ich zweifele – was soll ich tun?

Eine Antwort von Steyler-Pater Elmar Pitterle

„Je älter ich werde, umso mehr Zweifel melden sich bei mir, ob denn alles so ist, was wir glauben. Wie komme ich von diesen Zweifeln los?“

„Wer nie gezweifelt hat, ist auch nicht gereift.“ So lautet eine alte Lebensweisheit. In den Zweifeln, auch in den Glaubenszweifeln, wird uns deutlich, dass unsere Erkenntnis immer eine menschlich begrenzte ist, gerade auch im Glauben. In einer Ideologie darf nicht gezweifelt werden: Der Kommunismus vertrug keine Zweifel, alle Zweifler mussten beseitigt werden oder ihre Meinung wurde mit Gewalt unterdrückt. Der Unterschied zwischen Glauben und Ideologie liegt darin, dass der Glaube den Zweifel zulassen kann im ehrlichen Eingeständnis, dass er sich auf Dinge bezieht, die wir nicht sehen, die nicht einfach zu beweisen sind.

Zweifel als Zeichen eines reifen Glaubens

Das klassische Beispiel eines Zweiflers in der Bibel ist der Apostel Thomas (Joh 20,24–29). Hier hat aber gerade auch der Zweifler, der noch nicht zum Glauben gekommen ist, uns etwas zu sagen. Auch nach der Auferstehung ist er durch die Begeisterung der Jünger nicht zum Glauben zu überführen. Er bleibt trotz allen Osterjubels bei seiner eigenen ungläubigen Meinung. So wird er einerseits zum Zeugen, dass die Ostererfahrung nicht einfach das Ergebnis einer Gruppenhysterie ist, der der Einzelne sich nicht entziehen kann; andererseits wird er so zugleich aber auch zu einem Menschen, der seinen Eigenstand und seine Selbstständigkeit bewahrt und nicht einfach glaubt, weil „man“ glaubt, oder einfach das glaubt, was „man“ glaubt. Das sind Zeichen eines reifen Glaubens. Denn dadurch bekommen Fragen und Zweifel ihren eigenen Platz und ihre eigene Bedeutung. Gerade im Älterwerden kann sogar die Frage auftauchen, ob sich der Versuch, nach dem Evangelium und den Geboten Gottes zu leben, wirklich gelohnt hat. Vieles Vordergründige wird in Frage gestellt, das der Prüfung durch das Leben nicht standhält.

Der „dunkle Bruder“ des Glaubens

Alle diese Fragen, die hautnah bei den Zweifeln stehen, sind erlaubt, sie sind keine Sünden gegen den Glauben. Worauf es ankommt: den Zweifel als den „dunklen Bruder“ des Glaubens anzunehmen. So finden wir zu dem, was Glauben eigentlich ist: Feststehen in dem, was man erhofft, ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht (Heb 11,1). Vielleicht lässt die dazu passende Haltung sich noch am ehesten mit den Worten des Mannes beschreiben, den Jesus um der Heilung seines Sohnes willen zum Glauben herausfordert, worauf der Mann antwortet: „Herr, ich glaube; hilf meinem Unglauben“ (Mk 9,24). Wer so versöhnt mit seinem Anteil an Unglauben umgeht und ihm einen Platz einräumt, der ist davor bewahrt, dass Glauben zu einer Ideologie wird, die man anderen aufzwingen und die andere abwerten muss, die diesen Glauben nicht teilen. Er wird so fähig zu echter Toleranz und fähig zum Dialog mit Ungläubigen, da er den Unglauben des anderen als einen Teil des eigenen Lebens erkennt, versöhnlich mit ihm lebt und erst durch ihn hindurch mit Thomas zum Bekenntnis findet: „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh 20, 28).

Pater Elmar Pitterle SVD
Quelle: www.stadtgottes.de,
In: Pfarrbriefservice.de

 

Chorkonzert in St. Bonifatius

Der Männerchor der Gemeinde “Aller Betrübten Freude“ aus Minsk in Weißrussland ist auf Chorreise durch Deutschland.
Dabei geben die sieben Absolventen der Chorakademie in Minsk auch ein Konzert in St. Bonifatius.
Termin:
Dienstag, 2. Oktober 2018 um 19:30 Uhr.
Der Chor bittet bei freiem Eintritt am Ende des Konzertes um Spenden zur Unterstützung der caritativen Projekte der Minsker Kirchengemeinde.
(weitere Info auf unserer Website)

 

Adventsbasar 25. November 2018

Auch in diesem Jahr laden wir alle herzlichst zu unserem Adventsbasar ein! Es werden grüne Kränze verkauft. Der Erlös wird gespendet.
Letztes Jahr konnten wir die Spende an die „Aktion Deutschland Hilft“ in den Sudan und Jemen verteilen. Der Termin für das Binden der Kränze wird in der Gottesdienstordnung bekannt gegeben. Wer es zeitlich einrichten kann und Spaß an der Aktion hat, melde sich dann bitte im Pfarrbüro.

Für den Pfarrgemeinderat
Irene Kotulla