Pfarrbrief zu Ostern 2016

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Pfarrbrief zu Ostern 2016 als PDF

Die Texte einiger Artikel und Informationen aus dem aktuellen Pfarrbrief finden Sie unter "weiterlesen". Alle Artikel mit ansprechenden Illustrationen finden Sie in der PDF-Version. Klicken Sie zum Öffnen oder Herunterladen auf den oben stehenden Link.

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ostern ist ein Fest wider die Resignation. Das jedenfalls sagen die biblischen Texte. Maria von Magdala steht weinend vor dem Grab, weil mit Jesus all ihre Hoffnungen begraben sind. Nach dem, was am Karfreitag geschah, ist sie voll Trauer und Resignation. Doch am Ostermorgen setzt sich eine ganz neue Erfahrung durch. Das Unglaubliche ist wahr: der Tote lebt, obwohl er gestorben ist. Das Grab ist leer! Diese Erfahrung bringt den Trauernden neue Hoffnung, lässt alles in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Können wir diese Osterhoffnung in die Resignation unserer Zeit hinüberretten?

Ein Beispiel: die Resignation angesichts von Gewalt und Terror. Sie wollen nicht enden. Krieg zerstört nicht nur das Land und die Menschen, sondern auch die Moral und den Anstand. Junge, hoffnungsvolle Menschen etwa hatten geglaubt, mit einer Revolution das Land Syrien voranbringen zu können. Sie wurden zum Spielball übergeordneter Interessen. Nun herrscht Krieg, sind hunderttausende umgekommen, Millionen auf der Flucht! Die Staatengemeinschaft tut sich schwer, am Frieden zu arbeiten.
Als österliche Menschen leben heißt für mich, trotzdem die Hoffnung nicht aufzugeben, dass diese und andere Gewalt irgendwann einmal zu einem guten Ende kommt. Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man. Bei den Jüngern Jesu und den Frauen war sogar die Hoffnung gestorben, als Jesus gekreuzigt und begraben war.
Und dann kam Ostern, der Wendepunkt, mit dem keiner mehr gerechnet hatte. Wir feiern es, weil wir auf einen Neuanfang hoffen, weil wir die Liebe für stärker halten als den Tod. Wider die Resignation feiern wir Ostern.

Ein hoffnungsvolles und gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen

Ihr

Br. Martin Kleespies,
Pfr., für das Seelsorgeteam

 

Palmwedel-Basteln

Donnerstag, den 17. März um 17:00 Uhr im BCH, Seeheim

Mitzubringen sind, wenn möglich, grüne Zweige, ein größerer Stock und bunte Bänder.
Alle Kinder sind dazu herzlich eingeladen! Am Palmsonntag sollen dann alle ihre gebastelten Palmstöcke mit zum Gottesdienst bringen.
Dort werden sie gesegnet.

Auch in diesem Jahr werden wieder am Palmsonntag, 20. März, vor und nach dem 10:30 Uhr Gottesdienst in der Hl. Geist-Kirche, geschmückte Palmwedel verkauft.

Inge Gärtner

 

Fotokarten Osterbasar

Im Rahmen unseres Osterbasars am 20. März bietet Frau Heß wieder ihre wunderschönen Fotokarten an. Sie können Karten für verschiedenste Anlässe aber auch neutrale Grußkarten erwerben. Dies ist doch eine gute Gelegenheit einem lieben Menschen eine Freude zu bereiten und ihm wieder einmal ein paar handgeschriebene Zeilen zukommen zu lassen. Schauen Sie nach dem Gottesdienst ganz unverbindlich am Fotokartenstand vorbei. Im Übrigen ist der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Karten für die Arbeit unserer Gemeindecaritas bestimmt.
Dafür schon jetzt ein Vergelt´s Gott.

 

Osterfrühstück 2016

Herzliche Einladung!

Am Morgen des 27. März findet um 6:00 Uhr in der Hl. Geist- Kirche in Seeheim die Feier der Osternacht statt. Auch in diesem Jahr wollen wir uns nach der Feier der Auferstehung zum gemeinsamen Frühstück in unserem Pfarrheim treffen, um die österliche Freude miteinander zu teilen und um sie dann in unseren Alltag mitzunehmen.
Zu diesem Begegnungsfest laden wir Sie alle ganz herzlich ein.
Für unser Büffet sind wir, wie immer, auf Ihre Essensspenden angewiesen. Entsprechende Listen liegen in den Kirchen aus. Und natürlich freuen wir uns über tatkräftige Mithilfe beim Vorbereiten der Feier (direkt im Anschluss an die Karfreitagsliturgie) und beim anschließenden Aufräumen.
Schon jetzt ein herzliches Dankeschön für Ihre Unterstützung.

Ihr Pfarrgemeinderat

 

Fronleichnam 2016

Schon mit diesem Pfarrbrief möchten wir Sie auf das Fronleichnamsfest am 26. Mai hinweisen und laden alle ein, den Gottesdienst im Pfarrgarten der Bonifatiuskirche mitzufeiern.
Die feierliche Messe beginnt in Jugenheim um 10:00 Uhr.
Anschließend gibt es ein gemütliches Beisammensein im Pfarrgarten. Bei Regen findet der Gottesdienst um 10:30 Uhr in Seeheim statt.

 

Die Osterkerze

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8,12)

Die Osterkerze ist eine große, reich geschmückte Kerze. Sie wird in der Osternacht geweiht und brennt in den Gottesdiensten während der österlichen Zeit.
Danach wird sie aus dem Altarraum an den Taufbrunnen gestellt, damit die Kerzen der Neugetauften dort entzündet werden können.
Die Osterkerze symbolisiert die Erlösung, die Christus durch Tod und Auferstehung gewirkt hat. Damit hat er Licht in die Dunkelheit des Lebens gebracht, der Tod ist überwunden.
Es ist ein Zeichen der christlichen Hoffnung, wenn die Osterkerze bei einem Requiem ihren Platz im Altarraum erhält, um den Glauben an die Auferstehung der Toten zu bezeugen.
Seit frühchristlicher Zeit gibt es den Brauch, die Osternacht mit vielen Kerzen zu erhellen. Die Osterkerze spielt daher bis heute eine große Rolle.
Sie wird am Osterfeuer entfacht und weiht das Taufwasser durch dreimaliges Eintauchen und das Gebet des Priesters: “Durch deinen geliebten Sohn steige herab in dieses Wasser die Kraft des Heiligen Geistes.“ In einer Prozession wird die Kerze vom Osterfeuer in die Kirche gebracht, dreimal unterbrochen durch den Ruf „Lumen Christi“ – Christus das Licht. Die Gemeinde antwortet jeweils mit „Deo gratias“ – Dank sei Gott.
Am Kirchenportal entzünden alle Gläubigen ihre Kerzen an der Osterkerze.
Die Lichter der Kerzen symbolisieren, was die Gläubigen in Gebet und Gesang verkünden: Christus ist von den Toten auferstanden zu unserem Heil !

Aus dem „Gotteslob“
für das Bistum Limburg, Nr. 904,3

 

Leserbrief: Es war einmal …

St. Bonifatius, Ostern 1949

In früheren Zeiten erhielt man aus Ministranten- Hand zur Osterkommunion das obligate Osterbildchen, welches dann dem Gesangbuch einverleibt wurde und nicht selten irgendwann einmal verloren ging…
Der Zufall wollte es, dass ich „unser“ Bildchen von 1949 entdeckte; es ist nur in Grautönen gehalten und zeigt die Emmaus-Jünger; wer der Künstler ist, steht nicht dabei.
Damals hatte unsere (einzige) Kirche St. Bonifatius noch keinen eigenen Pfarrer und war der Gemeinde Zwingenberg zugeordnet (erst mit Pfr. Valentin Kulzer wurden wir selbständig); dennoch hatten wir einen eigenen Priester; es war Pfarrer i.R. Hugo Zyka, welcher bald darauf verstarb.
Obwohl er mich 1947 vor dem später abgerissenen Hochalter getauft hatte (Taufstein gab es noch keinen), kenne ich ihn nur von seinem Grabstein auf dem Jugenheimer Friedhof, der leider eines Tages spurlos verschwunden war: ein Versäumnis unserer Pfarrei, denn ihm gebührte doch wohl ein Platz im Pfarrgarten; eine schöne Erinnerung an ihn und später Dank für seine seelsorgerische Arbeit mag das von ihm auf der Rückseite für jeden Gläubigen von Hand (!) beschriebene Osterbildchen sein.

Der Text lautet:
Oremus pro invicem!
(lasst uns für einander beten)
Zur frdl. Erinnerung
Jgh. (Jugenheim), Ostern 1949
(Hugo) Zyka, Pfr. i.R.

Dr. Meinhard Wilhelm Schulz

Anmerkung der Redaktion:
In den Ostergottesdiensten unserer Gemeinde werden in diesem Jahr Osterbildchen verteilt!

 

Erstkommunion 2016

Seit November letzten Jahres bereiten sich 29 Kinder auf ihre Erstkommunion vor. Sie treffen sich wöchentlich in Kleingruppen, um über den Glauben zu sprechen, Geschichten von Jesus zu hören, zu beten und zu singen und so Gemeinschaft untereinander zu erfahren. Sie feiern die Sonntagsmesse mit und treffen sich zu besonderen Wortgottesdiensten und Aktionsnachmittagen in der Großgruppe. Ganz herzlichen Dank den Katechetinnen und Katecheten, die trotz beruflicher Belastung viel Zeit und Liebe in die Vorbereitung der Kinder investieren.
Als Motto für die Erstkommunionvorbereitung haben wir uns den Fisch ausgesucht. Das griechische Wort für Fisch ist Ichthys. Es war in der Frühzeit des Christentums ein Geheimzeichen für Jesus Christus. Aus den Buchstaben der griechischen Übersetzung Ichthys lässt sich ein einfaches Glaubensbekenntnis ableiten:
Ich glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der Welt.

  • Gruppe Elke und Reinhard Festag:
    Yazan Batarseh, Luka Chelladurai, Sebastian Festag, Salvatore Lazzara, Luca Pellon, Dawid Trojnachi, Caroline Wolter
  • Gruppe Christian Keßler:
    Viktoria Ertl, Nils Hüttl, Teresa Keßler, Samuel Reiter, Riana Witzel
  • Gruppe Tanja Mätzig:
    Julian Braune, Isabell Gomez Gomez, Fabian Keth, Tom Lippok, Lilli Mätzig, Olivia Pollak
  • Gruppe Ute Blessing:
    Willi Blessing, Raphael Fessehatzion, Paula Glas, Tizian Herschbach, Jana Traut
  • Gruppe Nicole Löhr und Carina Zölch-Schulz:
    Philipp Coenen, Raul Garrido, Letizia Heil, Anna Löhr, Julian Maier, Dorian Schulz

Am 8. Mai feiern wir um 9.30 Uhr und 11.15 Uhr das Fest der Erstkommunion und um 18.00 Uhr die Dankandacht mit allen Kommunionkindern.

Die ganze Gemeinde ist herzlich eingeladen, mit den Kommunionkindern diese Gottesdienste zu feiern, damit die Kinder spüren, dass sie auf ihrem Glaubensweg von vielen begleitet werden.

Ursula Haas,
Gemeindereferentin

 

Kirche zum Mitmachen für Kinder

Als Messdiener kann man viel erleben

Was haben Thomas Gottschalk, Günther Jauch, Stefan Raab und Mario Barth gemeinsam? Sie waren Messdiener. Die Zeit habe sie geprägt, stimmen alle überein und sie wollen sie nicht missen. Es ist eine sehr intensive Form der Teamarbeit, die Kinder lernen, wie in einem Orchester, sich abzustimmen und das richtige Timing. Sie sind mitten im Geschehen und gestalten die Messe mit. Bei uns Katholiken wird dabei für alle Sinne etwas geboten, zumal wenn Weihrauch im Spiel ist. Sie lernen auch den Pfarrer von einer ganz anderen Seite kennen. Der Pfarrer hat vor vielen Jahren mitten in der Messe dem Altardienst augenzwinkernd zugeraunt: “Hast Du vom Wein genascht?“ Sie wachsen an ihren Aufgaben, erleben Gemeinschaft auch außerhalb des Gottesdienstes, es werden gemeinsame Ausflüge angeboten, das Bistum veranstaltet jährlich einen Ministrantentag. So können sie sich selbst und ihren Glauben mit den anderen weiterentwickeln.
Die Messdiener unserer Gemeinde freuen sich auf alle Kinder, die mitmachen wollen. Wenn Du dabei sein möchtest, kannst Du Dich anmelden bei Pfr. Br. Martin Kleespies

Patricia Buschbeck

 

Aufnahme neuer Messdiener

Im Gottesdienst am 8. November durften wir vier neue Ministrantinnen in die Schar der Messdienerinnen und Messdiener aufnehmen. Seitdem versehen sie gewissenhaft und mit Spaß ihren Dienst am Alter. Außerdem wurde noch Georg Lumpe in die Schar der Messdiener aufgenommen.

Ute Festag

 

Auf nach Mainz!

An einem Samstag im November sind wir, die Messdiener aus der Freitagsmessdienerstunde, nach Mainz gefahren. Dort haben wir den Mainzer Dom besucht. Zuerst besichtigten wir das Marktportal.
Die Bronzetür ist schon 1000 Jahre alt. Sie wurde vom Gründer des Mainzer Doms, Erzbischof Willigis, in Auftrag gegeben.
Wir haben auch die schönen, bunten Fenster und Statuen ehemaliger Bischöfe von Mainz bewundert.
Im Untergeschoss konnten wir leider nur einen Blick durch die Gittertür in die Nassauer Kapelle werfen. Sie ist nur an Ostern geöffnet. Am Ende der Führung haben wir noch ein Andenken gebastelt.
Wir haben Motive vom Mainzer Dom in Metallfolie geprägt. Zum Abschluss gingen wir zusammen in ein Eiscafé. Wir alle fanden Mainz wunderschön!

Marlene Averbeck

 

Sternsingeraktion 2016

Bei der diesjährigen Sternsinger Aktion mit dem Titel „Respekt“ haben wir für einen besonderen Zweck gesammelt, nämlich für Kinder in Bolivien. An einem Samstagvormittag sind wir durch Seeheim, Jugenheim und Bickenbach gegangen und haben ganze 3.343,90 Euro gesammelt.
Mit zusätzlichen Spenden waren es am Schluss 3.588,80 Euro. Als alle Gruppen mit ihrer Route fertig waren, kamen wir alle zusammen, um die Aktion mit einem gemeinsamen Mittagessen zu beenden.
Herzlichen Dank für die Spenden und die Süßigkeiten!

Johannes Averbeck

 

Hexenhausfahrt Jufis 2016

Am 15. Januar 2016 sind wir (die Jufigruppe samt Leiter) ins Hexenhaus gefahren.
Die Anreise wurde durch hohen Schnee gestört und ein Bus ist kurz vorher stecken geblieben.
Doch nachdem alle Leute heil oben angekommen waren und das ganze Gepäck verteilt war, ging es wieder bergauf und alle hatten gute Laune. Am nächsten Tag ging es hinaus in den ca. 60 cm hohen Schnee. Wir präparierten den Hang und konnten dann prima rodeln. Mit viel Spaß wurden Kinder in den weichen Schnee geworfen und Saltos, Räder und weite Sprünge im Schnee gemacht.
Im Hexenhaus wärmten wir uns mit Tischkicker und Tee auf. Zwischendurch fanden das Backen von Zimtschnecken und das Spielen von Tischtennisrundläufen statt, wobei ein Spieler 42 von 58 Runden gewann! Natürlich wurde jederzeit „Arschloch“, „Ligretto“, „Memory“ oder “Black Jack“ gespielt.
Nachmittags gingen wieder einige in den Schnee und seiften sich fast durchgehend gegenseitig ein.
Am Abend wurde gespielt und gesungen. Zur Abfahrt am 17.01.16 mussten wir die Busse von einer ca. 40 cm dicken Schneedecke befreien. Nachdem der erste Bus vom Schnee befreit war, sind zehn Leute zum zweiten Bus gelaufen, den wir bei der Ankunft 2 km entfernt abstellen mussten, da er nicht durch den hohen Schnee kam. Im Großen und Ganzen war die Hexenhausfahrt ein schönes Erlebnis, das jedem Spaß gemacht hat und bei dem zum Glück keiner verletzt wurde.

Patrick Siegel (von der Redaktion gekürzt)

 

Arbeitskreis Ökumene

Ökumenische Seminare - Brennpunkt Religion:

Religionen beeinflussen die Lebensgestaltung der Gläubigen entscheidend. Das hat immer auch Auswirkungen auf die Beziehung gläubiger Menschen zur Gesellschaft, in der sie leben. Durch die aktuellen Flüchtlingsbewegungen werden uns Unterschiede der religiösen Prägungen und ihre Auswirkung auf das alltägliche Leben stärker bewusst. Wir wollen an drei Abenden unter dem Motto ist mit Juden, Christen und Muslimen „Staat“ zu machen? fragen, was die abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam zu grundlegenden Fragen des menschlichen Zusammenlebens zu sagen haben.hönes Erlebnis, das jedem Spaß gemacht hat und bei dem zum Glück keiner verletzt wurde.

  • 2. Juni 2016: „Islam“
    Referent: Abdulqadir Schabel, Unabhängiger Islamreferent
    Pfarrer-Reith-Haus, Weedring 47, Seeheim
  • 9. Juni 2016: „Judentum“
    Referentin: Petra Kunik, Interreligiöse Referentin - Aktives Mitglied der jüdischen Gemeinde Frankfurt
    Ev. Gemeindehaus, Lindenstr. 6, Jugenheim
  • 16. Jun i 2016: „Christentum“
    Referenten: Dr. Frank Meessen, Leiter des Katholischen Bildungswerkes Bergstraße-Odenwald und Tilman Pape, Pfr. für Ökumene und Mission im Evangelischen Dekanat Bergstraße.
    Bischof Colmar Haus, Pestalozzistr. 25, Seeheim
  • Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 20:00 Uhr.
    Die Teilnahmegebühr beträgt pro Abend 2,–.

Patrick Siegel (von der Redaktion gekürzt)

 

Christen in Bickenbach:

Neues vom Arbeitskreis „Zusammenarbeit der Christen in Bickenbach (CiB)“

Gebetsgottesdienst für die Einheit der Christen

Am 22. Januar 2016 veranstalteten wir anlässlich der jährlichen Gebetswoche für die Einheit der Christen in der Bickenbacher Kirche einen überkonfessionellen Gottesdienst. Die Liturgie des Gottesdienstes wurde in Lettland vorbereitet. Daher hat es sich gut gefügt, dass Dr. Heinrich Löwen von den Baptisten die Predigt hielt. Er ist nämlich in Lettland aufgewachsen und konnte uns durch seine spannenden authentischen Geschichten die Situation vor Ort lebendig vor Augen führen. Er bat um das Gebet für die Menschen dort, die noch immer in Angst um ihre staatliche Unabhängigkeit leben.

Er hob lobend den Zusammenhalt der christlichen Kirchen in Lettland hervor, die oft gemeinsam öffentlich zu Fragen der Ethik, des Lebensschutzes und der sozialen Gerechtigkeit Stellung nehmen.

Mit einem humorvollen Augenzwinkern wies er darauf hin, dass es im Himmel keine unterschiedlichen Räumlichkeiten für die einzelnen Konfessionen gäbe.
Das wird von Gottes „Bodenpersonal“ viel zu oft aus den Augen verloren. Er ermutigte uns, als Christen Brückenbauer zu sein für Menschen, die auf der Suche nach Gott seien. Dazu müssten wir offen und ansprechbar sein. Schließlich sind wir nach Jesu Worten seine Zeugen (Apostelgeschichte 1,8).

Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von Frau Birgit Köhler-Günther an der Orgel und dem von ihr geleiteten übergemeindlichen Flötenkreis. Wir danken allen Beteiligten sehr herzlich!

Unser Thema 2016:

Wir wollen unsere Arbeit in diesem Jahr unter das Motto der überkonfessionellen Initiative „Jahr der Dankbarkeit“ stellen, die von einem breiten Partner-Netzwerk christlicher Medienunternehmen, Verbänden, Firmen und Werken unterschiedlicher Prägung getragen wird. Damit soll eine Kultur des Dankens gefördert werden.

Bitte beachten Sie unsere Ankündigungen in den Gemeindebriefen und in der Presse sowie Plakate und Handzettel.

Wolfgang Krichbaum

 

Aus der Geschichte Lernen

Nachlese zum Ökumenischen Holocaust-Gedenkgottesdienst vom 31.01.2016, in der Stephanskirche zu Bickenbach

Aus Fremdheit und Anderssein wird Angst, aus Angst kann Hass werden. So war es zu allen Zeiten. Gegen Fremdenhass wollte der ökumenische Gottesdienst in Bickenbach einen Blick in die Geschichte setzen, der zeigt, dass es Alternativen gibt. Zu Beginn des Zweiten Kreuzzuges herrschten in weiten Teilen des Abendlandes Gedanken vor wie diese: Im Tod des Heiden sucht der Christ seinen Ruhm, weil Christus verherrlicht wird... (Bernhard von Clairvaux) Diese Worte machten den hl. Franziskus damals schon nachdenklich, auch, weil der Islam durchaus eine gemeinsame Geschichte mit Franziskus hat.
Die Vorstellung, Christen und Muslime hätten während des Mittelalters dauernd im Streit gelegen und nur Krieg gegeneinander geführt, ist einseitig. Neben den Kämpfen der sieben Kreuzzüge im Nahen Osten und in Nordafrika, neben den Kriegen der Reconquista in Spanien zwischen den Christen und den „Mauren“ gab es sogar hier und da Versuche, miteinander ins Gespräch zu kommen; sie scheiterten zwar, haben jedoch im kulturellen Gedächtnis von Christen wie Muslimen ihre Spuren hinterlassen. So ist Franz von Assisi eine Gestalt, die auch bei Muslimen Respekt genießt. Möglicherweise wurde Staufer-Kaiser Friedrich II., ein Freund der Muslime und Araber, durch Franz bestärkt, „seinen“ Kreuzzug auf friedliche Weise zu führen.
Während des 5. Kreuzzuges, im Jahre 1219, hielt sich Franziskus auf Pilgerfahrt in Ägypten auf. Mit Predigten wollte er die Muslime bekehren - erfolglos. Doch ging es ihm auch um den Frieden, er wollte sich mit den Muslimen intellektuell messen, nicht mit der Waffe. Bemerkenswert daran ist, dass der Sultan al Malik al Kamil Franziskus ungehindert predigen ließ. Franziskus war in einem intensiven Dialog mit Malik al Kamil …
Zum Erstaunen der Kreuzfahrer lebendig zurückgekehrt, blieb Franziskus einige Wochen im Militärlager. Als die Kreuzfahrer die Stadt Damiette belagerten und eroberten, wurde Franziskus durch das brutale Blutvergießen so sehr erschüttert, dass er die Ritter in ungewohnt scharfer Weise kritisierte: „Brüder, besinnt euch, nicht die Muslime versperren euren Weg, sondern euer eigener Teufel, euer Hass und eure Habsucht, blindwütig seid ihr …“ Betroffen über diesen blindwütigen Hass im Kreuzfahrerheer, zieht Franziskus nach der blutigen Schlacht weiter. Von Franziskus können wir lernen, Frieden zu stiften. Auch er lebte in einer von Feindseligkeit geprägten Situation. Seine Antwort war: „Der Herr gebe dir den Frieden!“ Er mahnt uns: „Wie ihr den Frieden mit dem Mund verkündet, so und noch mehr sollt ihr ihn in euren Herzen tragen!“

Bruder Wolfgang ,pace e bene
(von der Redaktion gekürzt)

 

Das Außerordentliche Heilige Jahr

Das Jahr der Barmherzigkeit

Das von Papst Franziskus ausgerufene Außerordentliche Heilige Jahr hat am 8. Dezember 2015 begonnen und wird am 20. November 2016 enden. Durch Einhalten bestimmter Riten, zu denen die Beichte und das Durchschreiten der Heiligen Pforte gehören, wird in einem Heiligen Jahr den Gläubigen die Möglichkeit zum Ablass der Sündenstrafen gegeben. In diesem Heiligen Jahr auch die Vergebung einer Abtreibung.
Außerordentlich ist an diesem Heiligen Jahr nicht nur die Terminwahl – das nächste Ordentliche Heilige Jahr findet erst 2024 statt – sondern auch die Wahl des Ortes der Heiligen Pforten. Nicht in Rom alleine sondern über die ganze Welt sind sie verteilt. Und so war die erste geöffnete Heilige Pforte nicht die im Petersdom.
Die erste öffnete Papst Franziskus in der Kathedrale von Bangui in der vom Bürgerkrieg gezeichneten Zentralafrikanischen Republik. Hier, wo Krieg und Hass an der Tagesordnung sind, tut Barmherzigkeit not. Sie ist namensgebend für dieses Jahr und der zentrale Kern der Botschaft von Papst Franziskus. Die Heiligen Pforten stehen auch als Zeichen, dass die Kirche für alle offen steht – auch für Gescheiterte, Verlierer und Menschen auf der Flucht, egal welcher Religion sie angehören.
Und so öffnete eine Heilige Pforte in einer römischen Suppenküche für Obdachlose und unzählige in unserem Land, das Zufluchtsort tausender Flüchtlinge ist.

Heilige Pforten in unserer Nähe stehen in folgenden Kirchen offen: Im Hohen Dom zu Mainz, im Dom zu Worms, im Wallfahrtskloster Maria Himmelfahrt in Ludwigshafen, im Dom zu Speyer, im Kloster der Franziskanischen Gemeinschaft von Betanien in Aschaffenburg, in der Stadtpfarrkirche Mariae Namen in Hanau und im Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt.
Mehr Information zu allen Heiligen Pforten in Deutschland findet man auf der Webseite der Deutschen Bischofskonferenz: http://www.dbk.de/heiligesjahr/ das-heilige-jahr-in-denbistuemern/ heilige-pforten/.

Nicole Averbeck