Pfarrbrief zu Weihnachten 2014

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Pfarrbrief zu Weihnachten 2014 als PDF

Die Texte einiger Artikel und Informationen aus dem aktuellen Pfarrbrief finden Sie im Folgenden. Alle Artikel mit ansprechenden Illustrationen finden Sie in der PDF-Version. Klicken Sie zum Öffnen auf den oben stehenden Link.

 

Adventssegen

Möge Dein Adventsweg nicht
zu strapaziös werden
und Dich mehr und mehr
zur inneren Einkehr führen.
Möge Gottes Gegenwart
Dein Leben hell machen und
Dein Herz weiten für Menschen,
die obdachlos sind
an Leib und Seele.
Möge Gottes Sohn neu in Dir
zur Welt kommen
und dort Heimat finden.
Und mögest Du
Heimat finden in Gott,

jetzt und in der Ewigkeit.

 

Ende und Anfang–

Ende und Anfang. Darüber denken viele in diesen Tagen nach, denn mit dem Erscheinen dieses Heftes im Advent beginnt ein neues Kirchenjahr, „schon wieder“ feiern wir Weihnachten, beginnt dann auch bald ein neues Kalenderjahr.

Alles hat einen Anfang und ein Ende. Die Erde und die Sonne, unser Leben, der Winter, der Skiurlaub, die Gültigkeit des Reisepasses und die Haltbarkeit der Milch im Kühlschrank. Zeit ist linear, sie geht immer nur in eine Richtung. Noch nie kam es vor, dass verdorbene Milch wieder frisch wurde. Auf dieser Erkenntnis beruht sogar einer der „klassischen“ Gottesbeweise des Mittelalters: Wenn die Zeit nur in eine Richtung läuft und alles, was existiert eine Ursache haben muss, dann kann es logischerweise nichts geben; es sei denn es gäbe etwas, das in der Zeit unendlich ist. Etwas ohne Anfang und ohne Ende. Das nennen wir Gott. Da es offensichtlich nicht „Nichts“ gibt, muss es diesem „Beweis“ zufolge etwas Unendliches geben, muss es also- Gott geben.

In unserer Wahrnehmung ist die Zeit aber nicht nur geradlinig. Sie ist auch kreisförmig, kommt immer wieder an die gleichen Punkte. Immer wieder kommt ein neuer Winter. Immer neu feiern wir Advent und Weihnachten. Immer wieder wird die Milch schlecht, wenn man nicht aufpasst. Aber spätestens beim Reisepass merken Sie, dass es nicht dasselbe ist: vergleichen Sie mal das Foto des abgelaufenen Passes mit dem neu gemachten!

Wir bleiben nicht dieselben. Sie sind in diesem Jahr an Weihnachten anders als vergangenes Jahr. Auf alle Fälle älter, wohl auch etwas weiser und reifer.

Was zwischen zwei Jahresläufen liegt ist im günstigsten Fall Weiterentwicklung und Reifung. Individuell für jede/n, und als Gemeinschaft mit den Menschen, mit denen Sie zusammen sind. Dafür brauchen wir alle Gottvertrauen, Energie, Aufmerksamkeit, Geduld und Liebe.

All das wünschen wir Ihnen auf dem Weg durch die Zeit, die Ihnen geschenkt ist - und für das, was direkt vor uns liegt: einen bewusst erlebten Advent, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr 2015!

Br. Martin Kleespies, Pfr.
für das Seelsorgeteam

 

 

Unsere Weihnachtsgottesdienste

 

Heiligabend, 24. 12. 2014

14:00 Uhr    ökum. Gottesdienst im Krankenhaus    Jugenheim
15:00 Uhr    Krippenfeier für Kinder    Seeheim
17:00 Uhr    Christmette    Seeheim
22:00 Uhr    Christmette    Jugenheim

1. Weihnachtsfesttag, 25. 12. 2014

8:30 Uhr    Gemeindemesse    Jugenheim
10:30 Uhr    Gemeindemesse mit dem Barockmusikkreis    Seeheim

2. Weihnachtsfesttag, 26. 12. 2014

8:30 Uhr    Gemeindemesse    Jugenheim
10:30 Uhr    Gemeindemesse mit dem Singkreis    Seeheim

 

 

„Ich habe Sinn gesucht und gefunden“

Zurzeit leben 46 Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft in Seeheim-Jugenheim und 44 in Bickenbach.

Verschiedene Nationalitäten und Sprachen treffen hier aufeinander. Man teilt sich Mehrbettzimmer und ein Gemeinschaftsbad. Der Platz reicht zum Leben, die Enge ist aber groß. Zu vieles ist unbekannt.

Eine große Hürde ist die Sprache: Wie verständige ich mich mit meinen Mitbewohnern, beim Einkaufen oder auf dem Amt? Wege, die für uns kaum der Überlegung bedürfen, stellen große Hürden dar: Wie komme ich nach Groß- Umstadt, um meine Aufenthaltsgestattung zu verlängern? Das können Hausmeister und Sozialarbeiter (in Seeheim-Jugenheim z. B. kümmern sich zwei Hausmeister um die Gebäude, Müll und Post und eine Sozialarbeiterin kommt einmal wöchentlich für zwei Stunden) gar nicht auffangen. Die Stundenzahl der Sozialarbeit wird im neuen Jahr zwar erhöht werden, aber ohne ehrenamtliche Hilfe geht es nicht.

Wenn Sie Flüchtlinge unterstützen möchten, benötigt werden nach wie vor: Geld- und Sachspenden, letztere bitte nur nach Rücksprache mit dem Helferkreis, Wohnraum für die anerkannten Asylanten, Praktikumsplätze für Schüler und sehr gerne Mitarbeit im Helferkreis.

Zum Reinschnuppern bietet sich im Balkhäuser Tal der Spieleabend dienstags um 20:00 Uhr an oder auch samstags der „Offene Treff“ um 14:00 Uhr. Dann sind auch Menschen aus dem Helferkreis zugegen, die Sie einführen könnten. In Bickenbach findet jeden zweiten Mittwoch um 18:30 Uhr in der Gemeinschaftsunterkunft in der Berta-Benz-Str. 97 eine Besprechung statt.

Nicole Averbeck

Flüchtlingshilfe Seeheim-Jugenheim:
Ev. Kirchengemeinde Seeheim-Malchen
IBAN DE 39 5089 0000 0037 179019
BIC: GENODE F1 VBD
Volksbank Darmstadt Südhessen
Vermerk: „Integration Asyl“ oder
„med. Versorgung der Asylbewerber“
Flüchtlingshilfe Bickenbach:
Kath. Kirchengemeinde
Seeheim-Jugenheim
IBAN: DE16 5085 0150 0024 0028 96
BIC: HELADEF1DAS
Sparkasse Darmstadt
Vermerk: Asylhilfe

 

 

Arbeitsgruppe Demenz Nördliche Bergstrasse

Die Arbeitsgruppe Demenz Nördliche Bergstraße ist seit 2003 konfessionsübergreifend aktiv. Die AG steht in Trägerschaft des Evangelischen Dekanats Bergstraße. Aufgabe und selbsterklärtes Ziel ist es, in unserer Region an der Seite von dementiell Erkrankten und deren Familien zu stehen. Wir bieten Entlastungsmöglichkeiten wie die Betreuungsgruppe „Lichtblicke“ und den Angehörigengesprächskreis an.

  • Die „Lichtblicke“ finden dienstags von 12–17 Uhr im Seeheimer Altenzentrum in der Sandstraße statt. Bitte melden Sie sich bei Interesse oder Rückfragen bei der Diakoniestation unter 0 62 57/8 31 93.
  • Der Angehörigengesprächskreis trifft sich jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Ev. Gemeindehaus in Alsbach, Bickenbacher Str. 27. Dort kommen Angehörige zusammen, die Probleme, Herausforderungen und Erfahrungen austauschen und sich mit Tipps und Tricks zur Seite stehen. Eine Anmeldung zum Gesprächskreis ist nicht erforderlich.

Auskunft zur AG Demenz und fachliche Beratung geben Ihnen:
Lydia Ploch, Gemeindepädagogin der Ev. Kirchengemeinde Bickenbach
(Tel: 0 62 57/23 40, lydia.ploch. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
oder Frau Geist, Pflegedienstleitung der Diakoniestation Nördliche Bergstraße
(Tel: 0 62 57/8 31 93, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Wir sind konfessionsübergreifend für dementiell Erkrankte und deren Angehörige da. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage unter
www.ag-demenz-bergstrasse.de

Lydia Ploch