Do-It-Yourself-Gottesdienst, 14.3.2021

Anleitung für einen Do-It-Yourself-Gottesdienst zu Hause

4.Sonntag der Fastenzeit LJB, 14. März 2021
Hiltrud Beckenkamp, Gemeindereferentin

Vorbemerkung

Der Vorschlag bietet ihnen Ideen und Impulse, die sie komplett nutzen können oder sie können manches weglassen und/oder vertraute Lieder, Rituale, Gebete einfügen. Sie sind die Experten für ihre Familie und sie wissen, was die Kinder brauchen, was sie trägt oder hält. Vertrauen sie auf sich!

  • Sucht euch zu Hause ein Platz an dem ihr euch wohlfühlt: am Esstisch, auf der Couch, im Sitzkreis auf dem Boden oder auf dem Teppich, einfach euer Lieblingsplatz.
  • Stellt euch eine Kerze (am besten in einem Windlicht) oder ein Teelicht im Glas und Streichhölzer oder Feuerzeug zurecht.
  • Was braucht ihr sonst noch: Eure Taufkerzen, Teelichter für die Fürbitten (wenn ihr wollt)
  • Hier können Sie sich die Texte und Bilder herunterladen:
    Do-It-Yourself-Gottesdienst

Nun kann es losgehen:

Kerze in die Mitte stellen und entzünden, dazu machen wir das Kreuzzeichen und sprechen:
Wir beginnen unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Gotteslob Nr. 383 (Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt)

  1. Ich lobe meinen Gott, Der aus der Tiefe mich holt damit ich lebe
    (lebe, hallelujah)
    Ich lobe meinen Gott, Der mir die Fesseln löst damit ich frei bin
    (frei bin, hallelujah)
    Refrain:
    Ehre sei Gott auf der Erde. In allen Straßen und Häusern. Die Menschen werden singen
    Bis das Lied zu Himmel steigt.
    Ehre sei Gott und den Menschen Frieden
    Ehre sei Gott und den Menschen Frieden
    Ehre sei Gott und den Menschen Frieden
    Frieden auf Erden

Gemeinsam Ankommen

Heute ist bereits der vierte Sonntag in der Fastenzeit. Er liegt in der Mitte zwischen Aschermittwoch und Ostern, er ist die Mitte der Fastenzeit. Das heißt also, dass Ostern gar nicht mehr so weit weg ist und damit die Fastenzeit gar nicht mehr lange dauert. Dieser vierte Sonntag in der Fastenzeit hat einen besonderen Namen: Man nennt ihn „Laetare“ [gesprochen: Lätáre]. Das Wort stammt aus der lateinischen Sprache und bedeutet soviel wie „Freu dich!“ oder „Sei glücklich!“ Wir dürfen uns freuen, weil die Fastenzeit bald vorbei und bald Ostern ist. Wir sind sozusagen auf der „Zielgeraden“ zum Osterfest.

 

Gebet:   Guter Gott, Du bist uns nahe, wenn wir Deine Botschaft hören. Du bist uns nahe, wenn wir wichtige Entscheidungen treffen müssen. Du bist uns nahe, wenn wir etwas falsch machen.
Wir bitten dich schenke uns den Glauben und das Vertrauen auf Dich, damit wir gut durchs Leben gehen können. Damit wir uns gut auf das Osterfest vorbereiten können.
Darum bitten wir Dich, jetzt und in alle Ewigkeit, Amen
 

Lied: Gotteslob Nr. 450: „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“

  „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht,
es hat Hoffnung und Zukunft gebracht.
Es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten,
ist wie ein Stern in der Dunkelheit.“

Hinführung

Das Evangelium erzählt von einem Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus. Der ist ein kluger Mann, er kennt sich gut in den heiligen Büchern der Israeliten aus. Er ist ein Mitglied des Hohen Rates, er gehört zu den gläubigen, führenden Männern des Volkes Israel. Er kennt die ‚Schlangengeschichte’, von der Jesus spricht. Sie handelt von Tod und Leben. Nikodemus will genauer wissen, wer Jesus ist und was er verkündet. Trotzdem trifft er Jesus nur heimlich und in der Dunkelheit der Nacht. Er hat Angst bei Jesus gesehen zu werden. denn er weiß, dass andere Schriftgelehrte gegen Jesus sind.
Jesus bringt diese Geschichte in Verbindung mit seinem Leben. Er weiß, dass er bald sterben wird. Er möchte, dass seine Freunde sein Leben und sein Sterben richtig verstehen und auf ihn vertrauen und zu ihm stehen. Jesus ist das Licht der Welt. Er will Mut machen, dass wir zu ihm und unserem Glauben stehen. Ehrlich und offen davon erzählen und uns nicht verstecken. Dann gewinnen wir das Leben.


Im Evangelium hören wir nun den Schluss des Gespräches zwischen Jesus und Nikodemus:

Evangelium

Der Evangelist Johannes hat aufgeschrieben: Jesus sagt: „Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er für sie seinen einzigen Sohn geopfert hat. Wer an Jesus glaubt, hat so das ewige Leben bei Gott.
Gott hat Jesus nicht zu den Menschen gesandt, damit er über sie urteilt, sondern dass er die Menschen und die Welt rettet. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht glaubt.
Denn das ist das Gericht: Jesus, das Licht kam in die Welt, damit das Leben der Menschen hell wird. Die Menschen aber lehnten ihn ab, sie liebten die Finsternis noch mehr als das Licht. Ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, mag das Licht nicht. Er wird auch nicht im Licht leben können, weil er Angst davor hat, dass seine bösen Taten aufgedeckt werden und ans Licht kommen.
Wer aber die Wahrheit sagt und tut, kommt zum Licht. Darüber freut sich Gott.

erzählt nach Johannes 3, 14 – 21

Gespräch zum Evangelium – Deutung

Nehmt mal eure Taufkerze zur Hand
Christus, das Licht, ist für uns sichtbar in der Osterkerze und in unserer Taufkerze. Wir haben in der Taufe das Licht Christi empfangen. Damals wurde den Eltern die Taufkerze mit folgenden Worten überreicht: „Christus, das Licht der Welt hat ihre Kinder erleuchtet. Sie sollen als Kinder des Lichtes leben, sich im Glauben bewähren und dem Herrn und allen Heiligen entgegengehen, wenn er kommt in Herrlichkeit.“
Das Licht begleitet uns. Es ist Zeichen für unseren Glauben an Christus. Wir sind aufgefordert uns immer neu für Gottes Liebe zu entscheiden – für ihn, für ein Leben im Glauben.
Zünden wir die Taufkerze/n an und bekennen unseren Glauben:
Ich glaube an Gott, der mich geschaffen hat. In seiner Liebe leben wir.
Ich glaube an Jesus Christus. Er erzählt von einem Gott, der tröstet und heil macht. Er verspricht einen Gott, der für uns da ist – einen Gott, der uns nie verlässt.
Ich glaube an den Heiligen Geist, der die Ideen Jesu heute in uns weiterleben lässt

Fürbitten:

Wir dürfen zu Gott, unserem Vater mit all unseren Anliegen, Bitten und Dank kommen
Jede/r der möchte erzählt Gott was ihn bedrückt oder was ihm schwerfällt oder für wen man besonders um Gottes Schutz bittet oder wofür man besonders Dank sagen will.
Nach jeder Bitte, jedem Anliegen oder Dank können wir singen und dabei ein Teelicht anzünden und um unsere Kerze in die Mitte stellen

Lied: Gotteslob Nr. 365 „Meine Hoffnung und meine Freude ...“

  „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht. Christus meine Zuversicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht!“

Zum Abschluss beten wir zusammen das Vater unser
Das Gebet, dass Jesus uns selbst beigebracht hat, dafür geben wir uns die Hände und bilden einen Kreis um die Mitte mit der Kerze:

„Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Abschließen kann man den Gottesdienst mit einem Segen:
Guter Gott, segne uns, damit wir für die Menschen wie ein helles Licht werden können.
Guter Gott, schenke uns den Mut, Menschen beizustehen. Liebender Gott, mach unser Herz warm, damit wir den Menschen deine Wärme weitergeben können.
Und so segne uns Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Schlusslied: Gotteslob 451: „Komm, Herr, segne uns ... “

  „Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen!
Sondern überall, uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.!“

Seid behütet, bleibt gesund. Es grüßt Euch Eure Gemeindereferentin Hiltrud Beckenkamp