Do-It-Yourself-Gottesdienst, 7.3.2021

Anleitung für einen Do-It-Yourself-Gottesdienst zu Hause

3.Sonntag der Fastenzeit LJB, 7. März 2021
Hiltrud Beckenkamp, Gemeindereferentin

Vorbemerkung

Der Vorschlag bietet ihnen Ideen und Impulse, die sie komplett nutzen können oder sie können manches weglassen und/oder vertraute Lieder, Rituale, Gebete einfügen. Sie sind die Experten für ihre Familie und sie wissen, was die Kinder brauchen, was sie trägt oder hält. Vertrauen sie auf sich!

  • Sucht euch zu Hause ein Platz an dem ihr euch wohlfühlt: am Esstisch, auf der Couch, im Sitzkreis auf dem Boden oder auf dem Teppich, einfach euer Lieblingsplatz.
  • Stellt euch eine Kerze (am besten in einem Windlicht) oder ein Teelicht im Glas und Streichhölzer oder Feuerzeug zurecht.
  • Was braucht ihr sonst noch: gelbes oder goldenes Tuch oder Blätter, etwas Wertvolles (goldene Kugeln, besondere Edelsteine), Bauklötze (Holz, Lego, Duplo), viele Tücher oder Blätter in unterschiedlichen Farben (gerne auch ein paar in dunklen Farben)
  • Nach Möglichkeit verteilen sie etwaige Aufgaben und Rollen
  • Hier können Sie sich die Texte herunterladen:
    Do-It-Yourself-Gottesdienst

Nun kann es losgehen:

Kerze in die Mitte stellen und entzünden, dazu machen wir das Kreuzzeichen und sprechen:
Wir beginnen unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: „Eingeladen zum Fest des Glaubens – Aus den Dörfern und den Städten “
https://www.youtube.com/watch?v=PEQleRjd7u8

  1. Aus den Dörfern und aus Städten, von ganz nah und auch von fern, mal gespannt, mal eher skeptisch, manche zögernd, viele gern, folgten sie den Spuren Jesu, folgten sie dem, der sie rief, und sie wurden selbst zu Boten, das der Ruf wie Feuer lief:
    Refr.: Eingeladen zum Fest des Glaubens, eingeladen zum Fest des Glaubens. Eingeladen zum Fest des Glaubens, eingeladen zum Fest des Glaubens.
  2. Und so kamen die in Scharen, brachten ihre Kinder mit, ihre Kranken, auch die Alten, selbst die Lahmen hielten Schritt. Von der Straße, aus der Gosse kamen Menschen ohne Zahl, und sie hungerten nach Liebe und nach Gottes Freudenmahl.
    Refr.: Eingeladen zum Fest des Glaubens..
  3. Und dort lernten sie zu teilen Brot und Wein und Geld und Zeit; und dort lernten sie zu heilen Kranke, Wunden, Schmerz und Leid; und dort lernten sie zu beten, dass dein Wille, Gott, geschehe; und dort lernten sie zu leben, dass das Leben nicht vergehe.
    Refr.: Eingeladen zum Fest des Glaubens..
  4. Aus den Dörfern und aus Städten, von ganz nah und auch von fern, mal gespannt, mal eher skeptisch, manche zögernd, viele gern, folgten wir den Spuren Jesu, folgten wir dem, der uns rief, und wir werden selbst zu Boten, dass der Ruf noch gilt, der lief.
    Refr.: Eingeladen zum Fest des Glaubens..

Gemeinsam Ankommen

In die Mitte wird das gelbe /goldene Tuch gelegt, darauf eine goldene Kugel oder ein Edelstein.
Die Mitte ist ein besonderer Ort., der uns wertvoll ist. Eine kostbare Mitte braucht einen Schutz!
Gemeinsam mit Bauklötzen um die Mitte eine Mauer, Türme bauen.
In unserer Mitte ist ein kostbarer Raum, ein heiliger Raum. Immer schon haben sich Menschen besondere Räume gesucht und gestaltet. Räume in denen sie dem Geheimnis des Lebens, sich selber und Gott besonders nahe sein können. Wir haben in unseren Dörfern und Städten Kirchen. Die Muslime haben Moscheen, die Juden Synagogen und in nur Jerusalem gab es einen Tempel. Den Tempel gab es zur Zeit Jesu und Juden aus der ganzen Welt pilgerten dorthin, um Gott nahe zu sein.
Solch heilige, besondere Orte sind oft schön, reich geschmückt und wertvoll ausgestattet. In solchen Räumen suchen die Menschen Ruhe und Abstand zur Welt und dem Alltag. Auch unsere Kirchen sind deshalb ruhige, stille Orte.

 

Gebet:   Guter Gott, du bist jetzt bei uns, bei (Namen der Mitfeiernden aufzählen),
du kennst jede und jeden beim Namen.
Öffne unsere Herzen und unsere Ohren,
dass wir dein Wort verstehen können.
Darum bitten wir durch Christus unseren Bruder und Herrn. Amen.
 

Hinführung

Farbige Tücher oder Blätter an jede/jeden verteilen
Im Tempel in Jerusalem gab in der Zeit von Jesus nicht solche Gottesdienste, wie wir sie kennen. Die Menschen damals kamen zum Tempel, um Gott Opfergaben zu bringen. Die Opfergaben waren Geld, aber auch Tiere (Tauben, Schafe, Ziegen und Rinder). Im Tempel gab es einen Innenbezirk und einen Außenbezirk. Im Außenbezirk gab es die Tempelhändler, welche die die Tiere verkauften oder anderen Geschäften nachgingen und Geldwechsler, die den Menschen aus anderen Ländern das Geld tauschten.
Drei Tücher mit verschiedenen Farben werden über den „Tempel“ in der Mitte gelegt
Die Menschen rennen herum.
Ein Kind legt ein Tuch über die Mitte.
Die Menschen schreien herum
Ein Kind legt ein Tuch in die Mitte
Es gibt auch für uns Dinge, die uns den Zugang zu unserer „heiligen Mitte“ versperren.
Kinder und Erwachsene überlegen gemeinsam, was ihre eigene „heilige“ Mitte zudeckt, was einem selbst den Zugang zu Gott versperrt und was es schwer macht Ruhe und Nähe zu Gott zu finden. Für alles was man findet, legen wir jeweils ein weiteres Tuch über die Mitte. Wenn noch Tücher oder Blätter übrig sind, werden alle Tücher um das Mittebild gelegt (auch von den kleinen Kindern und von allen, die nichts sagen)

Evangelium            nach Joh 2,13-25

Die Juden stellen Jesus zur Rede: „Wer gibt dir das Recht das zu tun?“ Jesus antwortet: „Ich kann noch viel mehr! Reißt diesen Tempel nieder. Ich werde ihn innerhalb von 3 Tagen wieder aufbauen.“ Ungläubig sagen die Juden: „Es hat 46 Jahre gedauert, diesen Tempel zu bauen. Und du willst ihn in drei Tagen wieder aufbauen?“ Doch sie verstehen nicht, was ihnen Jesus damit sagen will. Mit „Tempel“ meinte er nicht das Gebäude; er meinte seinen Körper. Erst nach Ostern, als Jesus nach 3 Tagen von den Toten wieder aufersteht, verstehen auch die Jünger, was Jesus gemeint hat.

Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel (eine Art Peitsche) aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern; das Geld der Wechsler schüttete er aus, ihre Tische stieß er um und zu den Taubenhändlern sagte er: „Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!“ Seine Jünger erinnerten sich, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren. Da ergriffen die Juden das Wort und stellten Jesus zur Rede: „Wer gibt dir das Recht das zu tun?“ Jesus antwortete: „Ich kann noch viel mehr! Reißt diesen Tempel nieder. Ich werde ihn innerhalb von drei Tagen wieder aufbauen.“ Ungläubig sagten die Juden: „Es hat sechsundvierzig Jahre gedauert, diesen Tempel zu bauen. Und du willst ihn in drei Tagen wieder aufbauen?“ Doch sie verstanden nicht, was ihnen Jesus damit sagen wollte. Mit „Tempel“ meinte er nicht das Gebäude; er meinte seinen eigenen Körper. Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

Gespräch zum Evangelium

Jesus nimmt alles weg, was Menschen hindert auf ihrem Zugang zu Gott. Er möchte, dass die Menschen zu Gott finden.
Jeder der eine Idee hat, wie wir wieder näher zu Gott kommen können, uns den Zugang zu Gott verschaffen können, wie wir Hindernisse aus dem Weg schaffen können, nennt sie und hebt ein Tuch aus der Mitte auf.
(Wenn alle Tücher aus der Mitte weggenommen sind:)

der Fastenzeit wollen wir uns die Sehnsucht nach der Gegenwart Gottes offenhalten. Es gibt bei uns Orte, die ganz der Gegenwart Gottes geweiht sind, die uns helfen können, zur Ruhe zu kommen, bei uns selber zu sein und mit Gott da zu sein.
Bei uns ist das
Kinder finden Orte, wo sie zur Ruhe kommen können
In die Mitte wird die Kerze gestellt

Wir dürfen zu Gott, unserem Vater mit all unseren Anliegen, Bitten und Dank kommen
Jede/r der möchte erzählt Gott was ihn bedrückt oder was ihm schwerfällt oder für wen man besonders um Gottes Schutz bittet oder wofür man besonders Dank sagen will.

Zum Abschluss beten wir zusammen das Vater unser
Das Gebet, dass Jesus uns selbst beigebracht hat, dafür geben wir uns die Hände und bilden einen Kreis um die Mitte mit der Kerze:
„Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Abschließen kann man den Gottesdienst mit einem Segen:

Schlusslied: „Du bist da wo Menschen leben, Du bis da wo Leben ist.“

https://www.youtube.com/watch?v=vSHpGJew-VE

Seid behütet, bleibt gesund. Es grüßt Euch Eure Gemeindereferentin Hiltrud Beckenkamp

Datenquelle: https://www.kinderpastoral.de/fileadmin/5_lp/as42_lp_Kinderpastoral/16-3_Jesus_wirft_die_H%C3%A4ndler_aus_dem_Tempel.pdf