Do-It-Yourself-Gottesdienst, 12. Sonntag i. JK.

Anleitung für einen Do-It-Yourself-Gottesdienst zu Hause

12. So im Jahreskreis Lesejahr A. „Fürchtet euch nicht!“
Hiltrud Beckenkamp, Gemeindereferentin

Vorbemerkung

  • Ihr erhaltet vorbereitetes Material für zu Hause, damit ihr im Kreis der Familie einen kurzen Gottesdienst feiern könnt.
  • Wenn Euch der Vorschlag zu lang ist, könnt ihr natürlich auch nur Teile davon übernehmen: Gestaltet die kleine Feier so, wie sie für euch und euer Familienleben passend ist.
  • Gut wäre, wenn ihr daheim den Raum, wo ihr gemeinsam den Gottesdienst feiern wollt, so gestaltet, dass ihr euch dort wohl fühlt und nicht zu viel Ablenkung habt. Dazu gehört auch eine Kerze.
  • Eine Person sollte sich den Ablauf vorab anschauen und gedanklich vorbereiten sowie Texte ausdrucken. Die Texte können gerne an mehrere Personen verteilt werden. Wichtig ist, dass alle mit einbezogen werden. (Text herunterladen)

Nun kann es losgehen:

Kreuzzeichen machen und dazu sprechen:
Wir beginnen unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: (zusammen singen, bei Bedarf vorher anhören)
„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
https://www.youtube.com/watch?v=PEQleRjd7u8

 

Kerze anzünden:
 
Die Kerze ist für uns ein Zeichen, dass Jesus in unserer Mitte ist.
Gebet: Guter Gott, wir sind eine Familie, wir gehören zusammen und doch sind wir verschieden. Jeder von uns hat eine eigene Persönlichkeit, ist anders als der andere. Für dich sind wir aber alle wichtig und du lädst uns ein, zu dir zu kommen und mit dir all das zu teilen, was uns froh macht, aber auch das, was uns belastet und schwerfällt. Bleib bei uns, beschütze uns, so dass wir uns vor nichts fürchten müssen. Amen

Vorbereitung / Katechese für das Evangelium

Schaut euch gemeinsam das Bild von Edvard Munch, „Der Schrei“ an.
Versucht:

  1. Das Bild nur zu beschreiben, noch nicht interpretieren (Meinungen zu äußern, was es bedeutet).
  2. Dann überlegt was dieser Mensch fühlen könnte.
  3. Jetzt überlegt jeder für sich, welche Dinge, Personen oder Situationen ihm Angst machen.
  4. Sprecht über all das, was, jedem von euch, Angst macht. Tauscht euch darüber aus.
  5. Jetzt überlegt gemeinsam, was gegen die Angst helfen kann (Licht anmachen, darüber sprechen, laut singen, jemand der bei mir ist…..).
  6. Zum Schluss tauscht euch darüber aus, ob es Orte gibt, wo ihr euch sicher und geborgen fühlt.

Lied: „Halleluja, Gott ist allmächtig“
https://www.youtube.com/watch?v=eBG1BQvrNBg

Evangelium       Matthäusevangelium 10,26-33

Viele Leute denken, dass sie mächtig sind. Und dass sie immer Recht haben. Und alles dürfen.
Dass sie sogar Menschen umbringen dürfen, wenn die Menschen eine andere Meinung haben.

Jesus sagte zu seinen Zuhörern:
„Ihr braucht euch vor diesen Leuten nicht zu fürchten, sie können in Wirklichkeit nicht alles.
Diese Leute können euren Körper umbringen, aber nicht euer Herz.
Gott kennt euer Herz. Gott weiß, was in eurem Herzen ist. Gott sorgt für euch.
Für Gott seid ihr immer wichtig.“

Und so erzählte Jesus ein Beispiel, er sagte:
„Draußen gibt es viele Spatzen. Die Menschen finden Spatzen langweilig.
Kann man sie nicht für ein paar Cent kaufen? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde
ohne den Willen Gottes, der für uns wie eine Mutter und ein Vater ist.
Gott sind alle Spatzen wichtig und er passt auf sie auf

Ihr seid viel wichtiger als die Spatzen. Gott passt auf euch viel mehr auf als auf die Spatzen.
Bei Gott ist alles von euch wichtig, ihm sind sogar eure Haare wichtig.
Gott hat alle Haare auf eurem Kopf gezählt.

Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.“
© evangelium-in-leichter-sprache.de

Nachbereitung Evangelium – Gespräch zum Evangelium
Jedes Kind erhält den Auftrag bei Mutter oder Vater auf dem Kopf 10 Haare zu zählen und die dann vorsichtig als Strähne hochzuhalten. Dann einmal gemeinsam überlegen, wie lange es wohl dauern würde, bis man beim anderen alle Haare gezählt hat und ob man das überhaupt schaffen kann? Weiß jemand von euch, wie viele Haare ein Mensch normalerweise auf dem Kopf hat? Zwischen 100.000 und 150.000 ist die richtige Antwort!

Ein Erwachsener liest jetzt noch einmal aus dem Evangelium die Sätze: „Bei Gott ist alles von euch wichtig, ihm sind sogar eure Haare wichtig. Gott hat alle Haare auf eurem Kopf gezählt.“

Und sagt dann: „Wenn Gott, der Vater im Himmel solche kleinen Dinge genau kennt, dann sind ihm die Menschen wirklich sehr wichtig! Er ist bei uns, begleitet und beschützt uns!“

Der Priester und Maler Sieger Köder hat dazu ein Bild gemalt: „Geborgen in Gottes Hand“

Zum Abschluss beten wir gemeinsam den Psalm 139
Gott, du bist immer bei mir; Ich bin geborgen in deiner Liebe.

Gott, du kennst mich,
du kennst nicht nur meinen Namen,
du weißt auch, wie es in mir aussieht.
Ob ich fröhlich bin oder traurig,
ob ich ärgerlich bin oder wütend,
ob ich Angst habe oder Mut,
du weißt es.

Gott, du verstehst mich,
du hörst nicht nur meine Worte, die ich ausspreche,
du verstehst auch meine Gedanken.
Auch wenn ich dich nicht hören kann,
weiß ich, dass du meine Stimme hörst.
Auch wenn ich dich nicht sehen kann,
weiß ich, dass du siehst, was ich tue
und wohin ich gehe.

Es gibt keinen Ort auf der Erde
Und keinen Ort am Himmel oder im Meer,
wo du nicht bist.
Überall und zu jeder Zeit bist du da,
du begleitest mich auf allen meinen Wegen.

Selbst, wenn ich das Dunkel suchen würde
und alles Licht um mich herum auslöschen würde,
so wärest du auch da.
Das Dunkle wäre nicht dunkel für dich,
es wäre so hell wie der Tag.

Kindgerechte Übersetzung nach Psalm 139

Gemeinsames Fürbittgebet mit Fürbittruf:
„Das wünsch ich sehr“
https://www.youtube.com/watch?v=6K-l7h_kWq4

Wir überlegen jetzt, für wen wir heute beten wollen, an wen wir besonders denken möchten

Das können wir gut mit dem 5-Finger-Gebet! Dieses Gebet eignet sich sehr gut für das gemeinsame Fürbittgebet

  • Der Daumen ist der Finger, der uns am nächsten steht. So ist das erste Gebet für die Menschen, die für uns am wichtigsten sind, die wir liebhaben: Mama, Papa, Großeltern, Geschwister.
  • Der Zeigefinger symbolisiert alle die Menschen, die Vorbilder für uns sind, die heilen, helfen, schützen., z. B. Lehrer, Ärzte Polizisten, Feuerwehrleute....Das zweite Gebet ist für diese Menschen.
  • Der Mittelfinger: ist der längste Finger und soll an die Menschen erinnern, die regieren und leiten. Damit beten wir für alle Menschen, die große Verantwortung tragen, wie zum Beispiel Regierungen, Politiker….
  • Der Ringfinger ist, wie die Klavierspieler*innen sagen, der schwächste Finger. Mit ihm, beten wir für die Schwächsten der Welt: Arme, Kranke, Flüchtende, Verfolgte, Leidende, Traurige…
  • Und zum Schluss der kleine Finger, der kleinste von allen. Er soll daran erinnern, auch für uns selbst und unsere Bedürfnisse zu beten. sehen und so besser dafür beten

Schließen wir die Fürbitten mit dem gemeinsamen Gebet des „Vater unser“.

Abschließen kann man den Gottesdienst mit einem Segen:
Guter Gott, du bist immer bei uns. Du beschützt uns jeden Tag und hältst uns in deiner Hand. Das gibt uns Kraft, dafür danken wir dir.
Segne uns und alle Menschen die wir liebhaben, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Schlusslied: „Von allen Seiten umgibst du mich“
https://www.youtube.com/watch?v=QNujDd-4LuY

Danach könnt ihr malen. Viel Spaß, seid behütet und von Gottes Segen umfangen.
Es grüßt Euch
Eure Gemeindereferentin Hiltrud Beckenkamp